Freitag, 29. August 2008

Ein Paket nach Österreich oder eine unendliche Geschichte

Manchmal muss sich auch die Zentrale des Gustav-Adolf-Werks mit ganz profanen Sachen herumschlagen wie ein umgeknicktes Apfelbäumchen oder eine zugeparkte Einfahrt. Oder eben mit einem Paket, das nicht zugestellt worden ist.
Im Zimmer unserer Buchhalterin wächst seit Anfang August eine Akte über unsere Gustav-Adolf-Blätter, genauer gesagt, einem Paket mit den Blättern, das nach Österreich sollte.
Aber alles der Reihe nach.

Im Juli dieses Jahres ging das Gustav-Adolf-Blatt 3/2008 in Druck und wurde an Abonnenten verschickt. Dabei waren auch die rund 150 Exemplare für Österreich. Nun sind die Monate Juli und August urlaubstechnisch etwas ungünstig. So war auch der Obmann des Zweigvereins Niederösterreich nicht zu Hause und konnte sein Paket nicht gleich abholen. Als er auf der Post erschien, waren die Gustav-Adolf-Blätter schon wieder Richtung Leipzig unterwegs.
In Leipzig haben wir es nicht angenommen. Es konnte nicht sein, dass es schon nach so kurzer Zeit, keine zwei Wochen unterwegs, zurück ist! E-Mails, Telefonate, Faxe und Briefe folgten. Unsere Buchhalterin tauschte sich mit Österreich und mit den zuständigen Stellen in Deutschland aus. Die Österreichische Post hat schließlich herausgefunden, dass sie die Lagerzeiten in der Tat nicht eingehalten hatte. Das war eine gute Nachricht! Es gibt nämlich eine Vereinbarung, die besagt, dass die Deutsche Post Ersatz zu leisten hat, wenn die Österreichische Post einen Fehler macht. Unsere Buchhalterin hat sich über den Umgangston der Österreicher, ihre Schnelligkeit und Verbindlichkeit gefreut sowie über den persönlichen Ansprechpartner.

Jetzt werden wir sehen, ob das Paket wieder seinen Weg nach Österreich nimmt. Bisher haben wir nur Standardbriefe erhalten, die inhaltlich nicht auf unser Anliegen eingehen. Unterzeichnet von „Ihr DHL Kundenservice“.

Hoffentlich werden die Gustav-Adolf-Blätter nicht der „Vernichtung zugeführt“, statt sie endlich dem Empfänger zuzustellen. Die Österreicher möchten bestimmt auch über die evangelische Diaspora hier in Deutschland lesen – den Schwerpunkt des aktuellen Blattes.