Montag, 11. Oktober 2010

Die Mission Guaraji in Maracaibo (Venezuela)

Gemeindepraesidentin Ingrid
Ingrid ist die Gemeindepräsidentin der lutherischen Mission „Centro Martín Lutero“ in einem abgelegenen Außenbezirk Maracaibos. Man braucht lange, um dort hinzukommen. Die Straßen sind schlecht, besonders nach Regenfällen. Dieser Missionspunkt entstand aus der Arbeit der Finnischen Mission (MELF) vor gut 25 Jahren. Seit 15 Jahren gibt es die Gemeinde. Ingrid ist von Beginn an dabei. Wie alle hier gehört sie zu einer von 30 Indigenengruppen in Venezuela, den Guajari, die sowohl in Kolumbien, als auch in Venezuela zu Hause sind. Gut 70% von ihnen leben inzwischen in Venezuela, denn in Kolumbien ist die Sicherheitslage schwierig.

Die kleine Missionsgemeinde ist ein Hoffnungsort inmitten dieser Elendssiedlung. 150 Menschen bekommen hier mit Hilfe eines Regierungsprogrammes täglich eine Mahlzeit. Kinder erhalten Hausaufgabenhilfe und Nachhilfeunterricht. Spanisch als auch Guajiri werden in der Gemeinde gepflegt. Die Gottesdienste sind immer zweisprachig. Ingrid ist 43 Jahre alt, lebt getrennt und steht einem Haushalt von 13 Personen vor. Jeder muß zum Lebensunterhalt irgendwie beitragen durch Gelegenheitsjobs oder durch die Anfertigung von Kleinkunstdingen. Dem widmet sich Ingrid. - Das GAW fördert im „Centro Martín Lutero“ den Bau einer Pfarrwohnung. Es fehlt zur Fertigstellung nicht mehr viel. Und dann soll der Pfarrer endlich vor Ort sein. Zur Zeit pendelt er zwischen Barquisimeto und Maracaibo und wohnt dann immer bei Freunden o.ä. Das wird sich in naher Zukunft ändern dank der Hilfe des GAW. – Pfarrer Enno Haaks

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