Mittwoch, 1. Dezember 2010

Von einer Volkskirche zur Diasporakirche - lutherisch in Siebenbürgen

Bischof Klein
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk wurde vor Kurzem Bischof Klein aus Siebenbürgen/Rumänien interviewt. Im Dezember tritt er nach 20jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Gerade wurde sein Nachfolger gewählt.
Bischof Klein resümierte den Weg der Kirche nach dem Mauerfall. Gehörten vor 20 Jahren noch ca. 100.000 Gläubige der Kirche an, so sind es jetzt noch ca. 13.000. Viele sind nach dem Mauerfall nach Deutschland gegangen. Für die Kirche war dieser "Verlust" schwierig. Und schwer ist es immer noch zu verstehen, daß man keine "Volkskirche" mehr ist, sondern sich dadurch auch das Bewußtsein der Kirche wandeln muß. Eindrücklich sei, wie gerade auch die orthodoxe Mehrheitskirche auf vielfältigen Arbeitsbereiche der Kirche schaut, wie der Jugend-, Frauen- und diakonischen Arbeit. Und sie lernt von der Evangelischen Kirche A.B. in Siebenbürgen. Und Bischof Klein betont: "Auch kleine Kirchen haben eine Chance in die Gesellschaft zu wirken." - Pfarrer Enno Haaks

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