Dienstag, 11. Oktober 2011

Die Kirche der Siebenbürger Sachsen

Bischof Guib und Pfarrer Attila Matyas (GAW-Rumänien)
Eine 700-jährige Geschichte liegt hinter den Siebenbürger Sachsen. In Hermannstadt (Sibiu) erzählt ein Museum ihre bewegte Geschichte, wie sie nach Siebenbürgen gekommen sind, wie sie sich niedergelassen haben, ihr Leben entwickelt haben, den Zusammenhalt organisiert und ihre Kirche aufgebaut haben. 

Im 20. Jahrhundert gab es zwei große Auswanderungen: nach dem Krieg wanderten durch Ausbürgerungen, Freikauf etc. schon einmal ca. 170.000 aus, dann nach der Wende noch einmal 90% der noch Verbliebenen. Die Evangelische Kirche A.B. zählt jetzt noch ca. 13.500 Mitglieder. Es ist nicht einfach, von einer volkskirchlich orientierten Kirche hin zu einer kleinen Diasporakirche zu schrumpfen. Viele Wehrkirchen zeugen von der bewegenden Tradition der Siebenbürger Sachsen. Wie soll der Weg weitergehen? Wie will man die Ausbildung des Theologennachwuchses gestalten? Was heißt für die Kirche Mission? Welche Rolle spielen dabei die Schulen, die offen sind für alle und in denen die Pfarrer unterrichten? Welche Rolle spielt die Gemeindediakonie? 
Es gibt Ansätze, sich als Kirche in der rumänischen Gesellschaft neu auszurichten. Die Abwanderung so Vieler schmerzte. Das spürt man durchaus. Wie geht man damit um – sowohl die Gebliebenen, als auch die Ausgewanderten? 
„Wir wollen nach vorne schauen, missionarisch Kirche sein hier vor Ort für und mit den Menschen. Wir können eine gute Alternative in der rumänischen Gesellschaft sein“, sagt Bischof Guib. – Pfarrer Enno Haaks

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