Freitag, 7. Oktober 2011

Ein Wunder in Kambja/Estland

Der ehemalige Stipendiat
Pfarrer Luhamets vor seiner Kirche
Ein ehemaliger Stipendiat des GAW, Pfarrer Kristjan Luhamets, begrüßt uns in Kambja, ca. 20 km von Tartu entfernt. 2003/04 studierte er in Leipzig. Inzwischen ist er fünf Jahre Pfarrer in Kambja, einem Ort mit ca. 800 Einwohnern. 500 Menschen aus dem Ort und der Umgebung gehören zu seiner Gemeinde. 200 zahlten im letzten Jahr den Gemeindebeitrag. Die Gemeinde kann ganz gut überleben und die Unkosten tragen, denn auf dem zurückgegebenen Acker steht ein Sendemast für Mobiltelefone und zudem hat der Pfarrer im Schnitt jede Woche eine Beerdigung, die dann auch entlohnt wird. Hier werden alle kirchlich beerdigt, egal ob in der Kirche, ehemaliger Kommunist o.ä.  Das ist für Pfarrer Luhamets Gemeindeaufbau, denn es kommen wesentlich mehr Leute zur Beerdigung, als zum Sonntagsgottesdienst, wo rund 20-30 Menschen teilnehmen. 
Die Kirche ist groß. In kommunistischer Zeit war sie dem Verfall ausgeliefert. Inzwischen ist sie ein Schmuckstück geworden. Zuletzt hat das GAW im Projektkatalog 2010 den Kirchhof mit restauriert. Davor waren wir auch bei der Errichtung der Kirche beteiligt. Die Kirche gehört hier zum Dorf dazu und stabilisiert das Leben, das auf dem Land nicht einfach ist. 
Dankbar ist die Gemeinde und Pfarrer Luhamets für all die Hilfe, die das GAW hier gegeben hat. Es hat zum Segen gewirkt und Gemeinde wieder aufgebaut. - Pfarrer Enno Haaks

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