Dienstag, 11. Oktober 2011

Reformiertes Gemeindeleben auf dem Land

Pfarrer und Kurator - im Hintergrund die Kirche
"Die Pfarrer mit den Kirchen sind auf dem Land die letzten stabilisierenden Institutionen. I.d.R. ist schon alles weg: es gibt keine Läden, keine Polizeistation, keine Krankenstation. Unsere Reformierten Pfarrer sorgen oft dafür, dass das Leben weiter geht: Sie sorgen für den Schulunterricht und oft auch dafür, dass ein Arzt hin und wieder kommt", sagt Dekan Josef Ötvös aus Neumarkt/Tag. Muras. Und in der Tat wirkt das Leben eines reformierten Landpfarrers in einem noch mehrheitlich von Ungarn besiedeltem Gebiet entbehrungsreich und aufopfernd. Man muss die Einsamkeit mögen, darf sich vor handwerklicher Arbeit nicht drücken und übt täglich "einfach" zu leben.
Vor 40 Jahren lebten oft doppelt so viele Einwohner in den Dörfern. Das ist längst vorbei. Das Leben hat sich sehr verändert. Und es ist schwer, von landwirtschaftlicher Arbeit zu leben. Zudem setzt den Dorfgemeinschaften zu, dass orthodoxe Rumänen dazu kommen und an den Rändern der Dörfer auch Roma, die es schwer haben, sich zu integrieren. 
Ein reformierter Landpfarrer einer kleinen Gemeinde verdient oft nicht mal ganz 300 Euro. Damit ist es schwer, auszukommen. Meistens arbeiten die Pfarrfrauen mit.
Eine kleine Dorfkirche haben wir besucht, deren Innenraum in diesem Jahr mit Hilfe des GAW renoviert wird. - Pfarrer Enno Haaks

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