Mittwoch, 9. November 2011

Grundsteinlegung in San Martín de los Andes


Grundsteinlegung in San Martín de los Andes

Pfarrer Reiner Kalmbach schreibt uns von der Grundsteinlegung in San Martín de los Andes: „Raúl Weigandt, bauerfahrenes Gemeindeglied und ein unermüdlicher „Schaffer“, wenn es um den Bau des Reiches Gottes geht, vermittelte einen Überblick über die Situation: eigentlich sollte das Fundament für den Bau des Gemeindesaals bereits fertig sein. Verzögerung bei der Baugenehmigung und vor allem die Vulkansche, von der San Martin besonders im September besonders stark betroffen war, verhinderten den Baubeginn. So trafen wir uns alle am Montag in der Frühe auf der Baustelle. Trotz Ascheregens ließen sich die „Arbeiter“ nicht in ihrem Enthusiasmus stören: Raúl verteilte Atemmasken und los ging’s. Da hieß es Gräben ausheben, Schotter aufschütten, Eisen biegen, Schnüre ziehen. Die ungewohnte körperliche Arbeit machte hungrig und die Mühe wurde belohnt mit deftiger Hausmannskost, zubereitet von den Frauen der Gemeinde. Dann kam der große Tag: am Sonntag, den 30. Oktober, sollte die Grundsteinlegung gefeiert werden: und alles half mit, das Wetter, der Vulkan (er schickte seine Wolke in eine andere Richtung), die vielen Menschen die kamen, die Worte, das Wort, das uns bei diesem Ereignis begleitete..., die Emotionen und Tränen der Dankbarkeit. Ein langer Traum wird endlich wahr! Seit fast fünfzehn Jahren arbeitet und kämpft die Gemeinde in San Martin de Los Andes, um unter einem eigenen Dach Gottesdienst feiern und Menschen einladen zu können. Ja, wir feierten die Grundsteinlegung auf unserem eigenen Grund, endlich!, und auf diesem Grund bauen wir ein Haus Gottes, ein offenes Haus, mit offenen Türen und Menschen mit offenen Herzen, für Menschen die suchen und fragen, für solche die Trost suchen..., oder einfach nur dabei sein wollen. Noch ist die Gemeinde klein, aber zum Fest kamen Menschen deren Gesichter ich zum ersten Mal sah, Menschen die uns Mut machen wollen, die uns von jetzt ab begleiten werden.“
Das GAW fördert in diesem und im kommenden Jahr dieses Kirchbauprojekt. Gerade war eine Gruppe Freiwilliger vom GAW-Württemberg dort, um zu helfen. Insbesondere nach dem Vulkanausbruch des Puyehues in Chile wurden diese Arbeiten verschoben und die gesamte Region litt sehr unter den Folgen. Der Tourismus brach ein. Viele Tiere verendeten. Umso schöner ist es, diese Zeilen jetzt zu lesen!

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