Donnerstag, 24. Mai 2012

Das Wunder von Saratow



Der Rohbau der Kirche in Saratow
„Möchtest Du Wunder sehen, dann komm nach Saratow!“, lud uns der Ehrenvorsitzende der lutherischen Gemeinde in Saratow an der Wolga, Peter Hamm, ein. Er ist unermüdlich dabei für seine Gemeinde Mittel zu sammeln, damit endlich wieder eine schöne lutherische Kirche in Saratow steht. 1972 wurde die alte lutherische Kirche in der Breschnew-Ära gesprengt. Sie stand im Zentrum an der „Deutschen Straße“. Saratow war eine der größten Städte deutscher Siedler und ein wichtiger und reicher Handelspunkt. Lange war sie das Zentrum für die ganze Region.
Anfang der 90er Jahre hat sich lutherisches Leben wieder gesammelt. Die Gemeinde ließ sich registrieren. Anfangs traf man sich in einem Kellerraum, der der katholischen Gemeinde gehörte. Dann begann das Projekt einer neuen Kirche zu reifen. Pläne wurden gemacht und Geld gesammelt. 2006 war es soweit: Der Bau konnte beginnen. Nur – man baute auf Hoffnung. Ca. eine halbe Million Euro ist verbaut. Man braucht noch einmal so viel. Anderseits kann man anhand des Rohbaus erahnen, wie die Kirche von der Wolga aus in Zukunft ein Blickfang sein wird. „Das wird die Menschen neugierig machen. Und wir werden dann auch verstärkt diakonische Angebote machen können. Ein Kindergarten wäre denkbar“, sagt Propst Alexander Scheiermann. Wie der Ehrenvorsitzende und der Propst erzählen, glaubt man ihnen, dass sie es bis 2017 schaffen könnten, das Gebäude fertig zu stellen. „Das ist doch ein schönes Ziel“, ergänzt Präsident des GAW, Dr. Hüffmeier, „wenn ihr zum Reformationsjubiläum hier mit eurer neuen Kirche seid!“ Es gibt noch viel zu tun, aber Kirchen wurden auch in der Vergangenheit immer über längere Zeiträume gebaut.

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