Dienstag, 15. Mai 2012

Ein Brief aus Thessaloniki


Für die Evangelische Gemeinde in Thessaloniki sind die Folgen der Wirtschaftskrise sehr zu spüren. Das schreibt in einem Brief die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates: "Viele Gemeindemitglieder und ebenso viele Menschen in unserem Umfeld sind durch die politischen Entwicklungen im Land sehr hart getroffen: Arbeitslosigkeit, Verschuldung, mangelnde medizinische Versorgung, gesellschaftliche Ausgrenzung und Schließung selbst von ehemals gut laufenden mittelständischen Unternehmen sind an der Tagesordnung. Manche Gemeindeglieder haben nicht mehr das Geld, um die Fahrten ins Gemeindezentrum oder gar aus den Außenstellen in Nordgriechenland nach Thessaloniki zu bezahlen. Sie können sich sicher vorstellen, dass es eine besondere Herausforderung ist, in dieser niederdrückenden Atmosphäre Menschen im Sinne des Evangeliums zu ermutigen und zu stärken und auch Orientierung zu geben. Der Gemeindekirchenrat und die MitarbeiterInnen sind oft bis an die Grenzen der eigenen Kapazitäten belastet. Die Gemeinde wird in Zukunft noch mehr auf die Solidarität und die Kontakte mit Anderen angewiesen sein. Die Berichterstattung über Griechenland in den Medien des Auslandes, und auch in Deutschland, führt dazu, dass ein verzerrtes negatives Bild vermittelt wird." Die Vorsitzende dankt dem GAW für den Einsatz des Frauenarbeit in diesem Jahr, die das Flüchtlingsprojekt der Gemeinde unterstützt. Im kommenden Jahr wird ein Teil der Konfirmandengabe des GAW nach Griechenland gehen.

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