Montag, 21. Mai 2012

Peter und Paul in Moskau

Zentrumsnah liegt die Peter-und-Paul-Kirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland in Moskau. Am 30. November 2008 konnte die Kirche, die 1905 erbaut und 1938 geschlossen worden war, nach 70 Jahren wieder in ihren kirchlichen Dienst übernommen werden. Damals sagte Erzbischof Edmund Ratz: "Diese Kirche lebt für dieses Land, diese Stadt, diese Menschen. Diese unsere Kathedrale St. Peter und Paul soll wieder ein sichtbarer Ausdruck unseres lutherischen Bekenntnisses hier in Moskau sein." Und das tut sie inzwischen wieder. Nur gab es im vergangenen Jahr auch heftige Auseinandersetzungen und eine Gemeindespaltung. Die Situation hat sich beruhigt und die Gemeinde wächst inzwischen wieder dank der umsichtigen Arbeit des jungen Bischofs Dietrich Brauer, gemeinsam mit dem Gemeindepfarrer Bobylew, der gleichzeitig Arzt ist. In der Schweiz hat er Theologie studiert.

Der Gottesdienst ist mit 80-100 Besuchern stabil. Ca. 300 Mitglieder gehören der Gemeinde an. Beliebt sind die Orgelkonzerte, die viele Besucher anlocken und dadurch auch auf die Kirche aufmerksam machen. Die Gemeinde hat für die Kirche und einige umliegende Gebäude nur das Nutzungsrecht. Gegenwärtig werden Unterlagen vorbereitet, damit die Kirche ins Eigentum der Gemeinde übergehen kann.

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