Montag, 7. Mai 2012

Verantwortungsvoller Umgang mit Spendengeldern

Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben meine Frau und ich uns nach dem bestandenen Vikariat und dem Erhalt des ersten Gehaltes von unserer Kreissparkasse beraten lassen, wie wir selbst ein bisschen Vorsorge leisten könnten. Damals galt der DEKA-Fonds als zuverlässig und sicher. Wir haben das gemacht – und vertraut, dass es einigermaßen stabil und sicher läuft. Nur – nach der Finanzkrise 2007/2008 war auf einmal nichts mehr wirklich sicher. Auch nicht unsere DEKA-Fonds… ein paar Tausend Euro haben wir privat verloren. Das schmerzte. Wirklich tröstlich war nicht, dass wir wie so viele Einzelsparer und auch Organisationen eingebunden waren und sind in das Drama der Finanzkrise. 
Diese persönliche Geschichte fiel mir ein, als ich in der Berliner Kirchenzeitung lesen musste, dass das GAW der EKBO angeblich Spendengleder verloren hätte im Zuge der Finanzkrise. Was letztlich nicht stimmt, denn kein Euro der gesammelten Spendegelder wird in irgendeiner Weise in Wertpapieren oder sonstigen Finanzgeschäfte investiert, sondern – so wie es das deutsche Spendenrecht fordert – zeitnah an die Empfänger weiter geleitet. In Berlin hat das GAW aus Erbschaften und Schenkungen Vermögenswerte, die Erträge erwirtschaften, um den Verwaltungsaufwand in der Hauptgruppe aufrechterhalten zu können. Ein Glück ist das so, denn dadurch fließt kaum ein Euro der Spenden in der Verwaltungsaufwand (insgesamt für alle Hauptgruppen und das Gesamtwerk sind es ca. 3,9%. Zum Vergleich: bei anderen Organisationen können schon mal 20-30% erreicht werden, je nachdem ob z.B. den Fundraisern Provisionen von den erzielten Spendeneinnahmen gegeben werden).
Im GAW wird sehr transparent mit den Spendengeldern umgegangen. Jährlich erscheint eine Statistik in dem neu erarbeiteten Projektkatalog und liefert Rechenschaft darüber ab.- Pfarrer Enno Haaks

Keine Kommentare: