Donnerstag, 20. Dezember 2012

Stipendien für Studierende Lehramtsanwärter in Brasilien


Stipendiatin aus Ivoti
"Ich heiße Tania, bin 27 Jahre alt und studiere am Instituto de Educacao Ivoti Pädagogik. Herzlich möchte ich mich für die Unterstützung durch das GAW bedanken. Ohne diese Hilfe wäre ich wohl keine Lehrerin geworden!" schreibt Tania in einem Dankesbrief an das GAW.
Viele Schülerinnen und Schüler in Brasilien können nur mit finanzieller Beihilfe eine Ausbildung machen. Zwar ist die gesamte wirtschaftliche Situation Brasiliens in den vergangenen Jahren besser geworden. Jedoch ist das Leben insgesamt teurer geworden und die Landeswährung ist stark geworden. Zudem hat der Aufschwung des Landes auch zu einer Verschuldung vieler Menschen geführt. Das sind Gründe, warum es für Studierende in den Gemeindeschulen schwer ist, die Kosten zu tragen. Sie kommen meist aus dem unteren Mittelstand und ärmeren Schichten. 
Douglas, der Sportwissenschaften studiert, schreibt, dass er ohne das Stipendium überhaupt nicht studieren könnte: „Ich habe keine Eltern mehr. Z. Zt. Wohne ich bei meinem Bruder, der nicht gut verdient. Ich arbeite schwarz, damit ich ein bisschen Geld habe. Aber ohne das Stipendium könnte ich überhaupt nicht studieren.“ 
Die gemeinsame Schulstipendienaktion der Diasporawerke Gustav-Adolf-Werk und Martin-Luther-Bund gibt evangelischen Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender höherer Schulen (Gymnasien, diakonische Ausbildungsstätten, theologische Seminare) die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen. Viele von ihnen werden später als Lehrerinnen/Lehrer.
"Meiner Meining nach ist der Beruf des Lehrers der beste, den jemand wählen kann," schreibt Tania. "Denn die Lehrer ermöglichen erst die Ausbildung anderer Berufe. So trägt man als Lehrer zur Zukunft bei. Ich denke, dass ich als Lehrerin einen Unterschied im Leben meiner Schüler sein kann. Ich möchte ihnen zeigen, dass das Leben gut ist und, dass man jeden Tag etwas tun muss, um Träume wahr werden zu lassen."
Solche Reaktionen und Dankesworte ermutigen uns, dass wir uns für diese Stipendienarbeit weiterhin stark machen! 
Im neuen Projektkatalog auf S. 300 wird das Programm beschrieben.

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