Montag, 17. Dezember 2012

Wie geht es der peruanischen lutherischen Kirche derzeit

Pfarrerin Ihrke-Buchroth in Lima
Pastorin Uta Ihrke-Buchroth arbeitet derzeit als Pfarrerin der Evangelisch-Luthersichen Mission Herrmansburg in der Lutherischen Kirche in Peru (ILEP): Sie ist Pfarrerin einer armen Gemeinde am Stadtrand Limas, in der es große Nöte gibt. Gleichzeitig ist sie eine von zwei aus dem Ausland entsandten Pfarrerinnen in der Kirche. Zur Zeit gibt es in der ILEP Spannungen. Das hängt u.a. mit der nicht einfachen ökonomischen Situation der Kirche zusammen. Uta Ihrke-Buchroth schreibt in ihrem Rundbrief: "Die laienorientierte Reformgruppe der ILEP hat  die Wahlen in der Synode gewonnen und stellt nun die Kirchenleitung. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Ehrenamt auch in gemeindeleitenden Funktionen zu fördern. Das ruft den Protest der ehemals regierenden peruanischen Pfarrerschaft hervor. Als einzige Lutherische Kirche Südamerikas hat die ILEP nun einen Laien als Kirchenpräsidenten. Der Ökonomie-Professor einer Hochschschule versucht nun das seit langem bestehende Finanzproblem der Kirche zu lösen, was Ängste hervorruft. So gibt es Forderungen nach Neuwahlen. Die Kirchenleitung versucht, sich den Problemen zu stellen. Die Situation erfordert viel Fingesrpitzengefühl.... Insbesondere das Ausbildungsreferat, das ich nach der Wiederwahl weiterhin leite, ist Ort konkreter Reformen. Das neu gegründete Theologische Institut, ITEL soll Laien in den Gemeinden durch praktisch-theologische Basiskurse fortbilden und die Ordination ins Ehrenamt und das Denken in Kirchendistrikten (ähnlich der Regionalisierung in Deutschland) vorantreiben. Es gibt Widerstände gegen die Reformen."
Der neue Kirchenpräsident Eliseo Mandamiento besuchte im Herbst die Zentrale des GAW. In der kommenden GA-Blatt Ausgabe 1/2013 wird davon und auch von der Situation der Kirche berichtet.

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