Dienstag, 19. Februar 2013

Ein Altersheim der IERP in San Antonio

Vom GAW unterstützte Appartments
Gemeinsamer Speisesaal
"Am Anfang hat man uns in der Umgebung der Aldea San Antonio nicht besonders wohlwollend angesehen, als wir das Altersheim eröffneten. Viele dachten, wir wollten die alten Menschen aufnehmen, um sie hier zum Sterben abzustellen," sagte einer aus dem Vorstand des Altersheims der IERP (Iglesia Evangélica del Rio de la Plata) in Aldea San Antonio. "Bald merkten aber die Leute, dass hier mit alten Menschen anders umgegangen wird." Angetrieben von der Sorge um alte Menschen des Dorfes, die keine Verwandten mehr haben oder wo die Familie keine Zeit zur adäquaten Betreuung hat, wollten aus dem Kirchenvorstand der Gemeinde Verantwortliche dagegen etwas tun. "Hier herrschte aber noch die Vorstellung, dass alte Menschen in der Familie gepflegt werden," sagte Pastor Delcio Källsten, der jeden Montag zu seelsorgerlichen Gesprächen kommt. Am Mittwoch finden dann durch einen der drei Pfarrer Andachten statt. "Jedoch spüren wir auf dem Land auch, wie alte Familienstrukturen nicht mehr da sind." und stolz erzählt er: "Bis zur Provinzregierung der Region Entre Rios genießen wir hohes Ansehen. Unser Heim ist quasi ein Modell, wie es gehen kann. Nur - staatliche Hilfe ist nur sehr, sehr begrenzt da." Seit 1996 gibt es das Heim. Z.Zt. werden 42 alte Menschen betreut. Die Warteliste ist lang. Die Heimbewohner zahlen maximal ca. 600 Euro monatlich für die komplette Versorgung und Betreuung. Etliche zahlen weniger. Wenige sogar gar nichts. dafür kommt solidarisch die Kirchengemeinde auf. 
Der Vorstand in dem Neubau
2007 konnte Dank der Hilfe des GAW das Altersheim erweitert werden. Das war eine sehr wertvolle Hilfe. Dafür wurden kleine Appartements gebaut für Bewohner, die noch eigenständig leben können. Der Vorstand des Heims achtet sehr auf die ökonomische Situation und kommt einigermaßen zurecht. Dafür gibt es dann immer mal wieder besondere Aktivitäten, wie Basare etc. "Anders geht es nicht," sagte eine Frau aus dem Vorstand. Nur wenn es um bauliche Erweiterungen geht, dann ist man auf Hilfe angewiesen. Der Traum ist es, einen großen Saal fertigstellen zu können, um weitere Angebote machen zu können. Das wird Schritt für Schritt angegangen. Und wenn man in die entschlossenen Gesichter schaut, dann spürt man: Die schaffen das!

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