Donnerstag, 21. Februar 2013

Eine „evangelische“ Bibel für Chavez



Die Vertretung der FAIE
(2. v.l. Carlos Duarte)
Auf Initiative des Vorsitzenden der FAIE (Federación Argentina de Iglesias Evangélicas), Dr. Néstor Míguez, war es gelungen, bei der Präsidentin Cristina Kirchner einen offiziellen Termin im Januar dieses Jahres zu bekommen. Der Kirchenpräsident der IERP, Carlos Duarte, nahm an dem Treffen teil. Thematisch wurde auf den Beitrag der evangelischen Kirche für die Gesellschaft hingewiesen, deren immenses diakonisches Engagement, ihren Einsatz für Menschenrechte auch in der Zeit der Diktatur. Das Schwerpunktthema des Treffens war jedoch die Frage der Einführung eines Ley de Culto, das die Gleichstellung mit der katholischen Kirche ermöglichen würde, was bis heute nicht zustande gekommen ist.
Am Ende der Sitzung übergab die Delegation der Präsidentin eine Bibel. Kirchner zeigte sich bewegt und erklärte, sie wolle diese Bibel ihrem Freund Hugo Chavez übergeben, als Zeichen der Solidarität und als Hilfe zur Genesung. Sie wollte einen Tag später nach Kuba reisen, um ihn dort zu besuchen. Der Besuch bei Chavez kam nicht zustande. Die Bibel hat er aber durch Familienangehörige erhalten. Wenig später erhielt Chavez noch eine Muttergottes-Figur und diverse Heiligenbilder von seinen Ministern persönlich überreicht. In Kuba wurde sogar für seine Genesung gebetet. Aus gutem Grund, denn Kuba ist sehr von dem venezolanischen Öl abhängig. Inzwischen ist Chavez in seiner Heimat angekommen. Sein Gesundheitszustand ist wohl nach wie vor kritisch. Ob er in der argentinischen evangelischen Bibel gelesen hat?

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