Mittwoch, 13. Februar 2013

Evangelische Kirche am La Plata

Sonja Skupch (re.) und Nicolas Rosendahl (li.)
Die IERP, die Iglesia Evangélica del Rio de la Plata, ist in drei Ländern präsent: Argentinien, Uruguay und Paraguay. In jedem Land gibt es unterschiedliche Harausforderungen. "Wir sind insgesamt als Kirche immer noch sehr ländlich geprägt," sagt die Generalsekretärin Pastorin Sonja Skupch. Sie war 2000/2001 Stipendiatin des GAW. "Das Jahr in Leipzig war sehr wichtig für mich," sagt sie. Ihre Familie mütterlich- und auch väterlicherseits wanderten Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts von Deutschland nach Paraguay bzw. Argentinien aus. Auf der Synode 2011 wurde sie zur Generalsekretärin der IERP gewählt und hat gemeinsam mit Kirchenpräsident Carlos Duarte einen Generationswechsel in der Kirchenleitung eingeleitet.
Die Kirche steht vor vielfältigen Herausforderungen. Neben der ökonomischen Situation, die sehr stark mit der hohen Inflationsrate des Landes (derzeit 30%) zusammenhängt, werden in den kommenden fünf Jahren zahlreiche Pastoren in den Ruhestand gehen. "Wir bräuchten bestimmt 10 Studierende mehr an der ISEDET," sagt Sonja, "um die vakanten Stellen besetzen zu können. Aber es ist nicht leicht, geeignete Kandidaten zu finden." Damit teilt die Kirche das Problem, das viele Partnerkirchen des GAW bewegt.
Der IERP gehören 27.500 zahlenden Gemeindemitglieder an. Rechnet man die dazu, die sich an die IERP gebunden fühlen, dann kommt man auf eine Zahl 100.000 Menschen, für die man in den drei Ländern zuständig ist. 45 Gemeinden hat die Kirche mit ca. 250 Predigtstellen. 65 aktive PfarrerInnen betreuen die Gemeinden (ca. 14 % Frauen). Weitere 17 ordinierte Pfarrer der IERP arbeiten in anderen Kirchen, z.B. Pastor C. Neibirt in Frutillar/Chile, oder in anderen Berufen. Die Gemeinden müssen sich selbst finanzieren. Einen Teil ihrer Mittel geben sie an die Kirchenleitung ab, um die Gesamtleitung der IERP gewährleisten zu können. Ca. 1/3 der Kosten der Kirche werden so von den Gemeinden aufgebracht. Ein weiteres Drittel wird selbst erwirtschaftet. Das letzte Drittel kommt aus Untesrtützungsleistungen - besonders aus Deutschland. Mit über 80 diakonische Projekten wirkt die Kirche in die Gesellschaft. Auch solche Programme werden von der Kirchenleitung mit unterstützt. Wobei ca. die Hälfte der Projekte durch ehrenamtliche Gemeindemitglieder geleistet werden.
Durch einen Beauftragten für den Freiwilligendienst arbeiten besonders in den diakonischen Projekten ca. 60 Freiwillige aus Deutschland mit. Um diese sorgt sich ein Diakon.

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