Mittwoch, 27. Februar 2013

Hoffnungssignale - Der Weg der beiden lutherischen Kirchen in Chile


Kirche der ILCH in Frutillar
Das Ziel, beide lutherische Kirchen in Chile wieder zu einen nehmen klarere Konturen an. Im falle einer Wiedervereinigung wird es eine Kirche geben mit zwei kleinen Synoden der ehemaligen eigenständigen Kirche, die in diesen Synoden ihr Eigenes weiter leben können. Im Jahre 2005 hat sich die Synode der IELCh eindeutig für diesen Weg der Vereinigung ausgesprochen. Danach wurde er erneut bekräftigt. Jetzt ist es gelungen, für dieses Projekt einen Generalsekretär zu benennen, der sich an die weitere detaillierte Arbeit machen wird. Da geht es um einen Zeitplan, um die Erarbeitung einer gemeinsamen Satzung, Synodenzusammensetzung, um gemeinsame Ziele etc. Bei der dünnen Personalstruktur klingt das sinnvoll. Gewählt wurde für diesen Posten Alexander Wilckens, der von beiden Synodalräten nominiert wurde. Zudem ist zu betonen, dass die gegenseitigen besuche, das offene Gespräch in den gemeindlichen Gremien, gemeinsame Kirchentage etc. sehr zum gemeinsamen Verständnis beigetragen haben. Hilfreich bei der weiteren Annäherung ist mit Sicherheit auch die Wahl des IELCH-Pfarrers Eduardo Rojo Vogel zum Pfarrer der ILCH-Gemeinde in Temuco. Auch das Vikariat eines ehemaligen ILCH-Kandidaten in Concepción dient dem gemeinsamen Weg. Ein weiteres hilfreiches Projekt war die Herausgabe eines Buches von Daniel Lenski über die Spannungen der Jahre 1973-75. Das ist die Zeit des Auseinanderbrechens der Kirche.
Seit einiger Zeit teilen sich die beiden Bischöfe (bzw. Kirchenpräsident) die Vertretung bei Konferenzen im Ausland. Ein IELCH-Pfarrer ist beauftragt, die ökumenischen Kontakte beider Kirchen in Lateinamerika wahrzunehmen.
Das alles sind Schritte, die wir im GAW gerne hören. Das GAW hat sich sehr darum bemüht, beide Kirchen im Gespräch zu halten. Und immer wieder wurde bei besuchen gefragt, wie der Stand der Gespräche sei und ob es neue Entwicklungen gibt.

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