Samstag, 16. Februar 2013

"La Casona" braucht Räume!

Martín und Peter
Martín und Peter sind im Werkraum und erzählen mir von ihren Plänen: Das Haus für die AG´s für die Kinder und Jugendlichen muss erweitert werden. Das Haus muss aufgestockt werden. Peter, Pastor in La Casona im Stadtteil Florencio Varela, schaut nach oben, wo eine Zwischendecke eingezogen werden soll, und dann beginnt er, zu erzählen: "1989 begann die Arbeit hier im Stadtteil. Man hat verschiedene Dinge ausprobiert und es hat sich immer wieder die Arbeit auch den Anforderungen anpassen müssen. Es gab schon verschiedene Talleres, Arbeitsangebote, wie Brotbacken, Tischlern, Theater-AG usw.." Und Diakon Martín fährt fort: "Im Jahre 2005 hat der argentinische Staat die Sozialgesetzgebung verändert. Das brachte notwendige Veränderungen für uns. Denn nun wurden gerade Zentren wie wir gebraucht, um Kinder aus Familien in Notsituationen die entsprechend geforderten Angebote machen zu können. Z.B. straffällig gewordene Jugendliche müssen jetzt zu uns kommen, damit wir mit ihnen über ihre Taten arbeiten und ihnen Hilfestellungen geben. Daneben soll durch Talleres verschiedener Art am Vormittag und Nachmittag präventiv mit den Kindern und Jugendlichen gearbeitet werden." Das ist in Argentinien möglich, denn gerade öffentliche Schule bieten keine Ganztagsbetreuung an. Die Infrastruktur ist auf eine "jornada simple" ausgelegt, d.h. es kommt z.B. die 1.-4. Klasse vormittags zur Schule, während die 5.-8 Klasse am Nachmittag geht. Dadurch können sie die Angebote des Zentrums besuchen. 120 Kinder und Jugendliche werden betreut. Der Staat finanziert ein Großteil der Angebote.
Alle 14 Tage findet sonntags auch ein Gottesdienst statt, den Pastor Peter leitet. Seine andere halbe Pfarrstelle liegt in Temperley. Über eine Stunde ist er von der einen halben Pfarrstelle zur anderen unterwegs. "Für mich ist es wichtig, in den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen meiner Gemeinden das Evangelium zu teilen. Zum Gottesdienst kommen 20-30 Menschen," erzählt Peter. Ihn bewegt es, dass aus der diakonischen Arbeit der IERP eine kleine Gemeinde gewachsen ist.
Jetzt geht es darum, die notwendigen baulichen Erweiterungen an den Arbeitsräumen vorzunehmen, damit die verschiedenen Angebote durchgeführt werden können. Dafür wird das GAW im Jahr 2014 um Hilfe gebeten.

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