Donnerstag, 23. Mai 2013

Evangelische Christen in Ägypten brauchen Hilfe!

Dr. Freddy Elbaiady und  Enno Haaks
"Angst wächst unter den Christen in Ägypten," das berichtete Dr. Freddy S. Elbaiady im Gespräch mit dem Generalsekretär auf dem Kirchentag in Hamburg. Elbaiady ist Arzt und evangelischer Christ der koptischen Minderheit in Ägypten und sitzt als Senator im ägyptischen Parlament. Zudem leitet er ein Krankenhaus nördlich von Kairo. „In Ägypten mangelt es an einer wirtschaftlichen Perspektive – vor allem aber an Sicherheit“, sagt Freddy Elbaiady. „Ägypten ist unsere Heimat. Und doch müssen wir um unsere Bürgerrechte kämpfen“, betont er: „Trotz wachsender Diskriminierung durch die führenden politischen Parteien wollen viele Christinnen und Christen ihre Heimat nicht im Stich lassen.“ Im Gespräch bat er um Unterstützung für sein Krankenhaus, das auf Hilfe angewiesen ist. Zudem ist dieses Krankenhaus ein Ort der Friedensvermittlung zwischen Christen und Muslimen widmen.
Die Presbyteriansiche Kirche der Nilsynode geht auf die Mission amerikanischer Presbyterianer  unter Muslimen und Kopten in Ägypten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert zurück. 1863 wurde das Evangelische Seminar in Kairo gegründet. Die Missionare errichteten anfänglich oft Schulen und dann erst Gottesdiensteinrichtungen. Ihre Unabhängigkeit von der amerikanischen Mutterkirche erlangte die Koptische Evangelische Kirche von Ägypten im Jahre 1958, dabei konnte sie den Großteil der in Ägypten befindlichen Einrichtungen der Mutterkirche übernehmen. Unter der Regierung Nassers wurden zahlreiche kirchliche Schulen verstaatlicht und einiges an Kirchenbesitz konfisziert. Derzeit schätzt man, dass  ca. 1.000.000 Mitglieder einer protestantischen Kirche angehören. Insgesamt gibt es in Ägypten 10 Millionen Christen.
Im kommenden Projektkatalog ist geplant, das Krankenhaus nördlich von Kairo, das allen sozialen Schichten eine günstige Behandlung ermöglicht und in Trägerschaft der presbyteriansichen Kirche ist, unter dem Fonds "Bedrängte und Verfolgte Christen" zu unterstützen. Zudem bietet der Weltgebetstag im kommenden Jahr die Chance, auf diese evangelische Kirche hinzuweisen.

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