Freitag, 6. September 2013

Begegnungen im "Centrum Luteranskie"

Die Delegation der GAW-Frauenarbeit ist heute in Warschau, das erste Ziel auf ihrer Projektreise vom 6. bis zum 13. September, angekommen. Das erste offizielle Treffen fand in dem Centrum Luteranskie statt, wo die Polnische Diakonie unter der Leitung von Generaldirektorin Wanda Falk ihren Hauptsitz hat. Ziel der Reise ist es, die Projekte für das Jahr 2014 kennenzulernen. Das Thema des Jahresprojektes lautet "Euro-Waisen". Es sind Kinder, deren Mütter bzw. beide Eltern im Ausland arbeiten, während die Jungen und Mädchen zu Hause von Großeltern oder anderen Verwandten betreut werden bzw. ganz auf sich allein gestellt sind. Die Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen hat sich dieser Kinder angenommen und unterstützt sie und
auch die Eltern mit verschiedenen Projekten. Die Stationen der Reise sind Warschau, Katowice und Umland. Darüber soll in den kommenden Tagen im Blog berichtet werden.
Am Nachmittag wurde die Delegation herzlich von dem Bischof der polnischen Lutheraner, Jerzy Samiec, und der Generaldirektorin der Polnischen Diakonie, Wanda Falk, willkommen geheißen. Bischof Jerzy Samiec informierte über die Situation und die Besonderheiten der Evangelischen Kirche A.B. in Polen, die über 70.000 Kirchenmitglieder hat. Er berichtete, die Anzahl der Kirchenmitglieder sei stabil bis hin zu leicht steigender Tendenz. Da es auch Konversionen von ehemals katholischen Gläubigen gibt, wurde ihm die Frage gestellt wie es sich aktuell mit der Frauenordination in der lutherischen Kirche in Polen verhält.
 
A. Darzynska, V. Gast-Kellert, Jerzy Samiec
Dieser Sachverhalt hat alle Teilnehmer sehr interessiert, es wurde angeregt nachgefragt und diskutiert, warum die polnischen lutherischen Theologinnen bei gleicher Ausbildung ihrer männlichen Kollegen ausschließlich in das Amt der Diakonin ordiniert werden können. Des weiteren wollte man verstehen, welche Befugnisse eine Diakonin in ihrer kirchlichen Tägigkeit hat. Die Bemerkung von Bischof Jerzy Samiec, dass es keine theologischen Einwände gäbe und dass ein Weg zur Frauenordination nur ein Weg der kleinen Schritte sein könne, stimmte die Gruppe der GAW-Frauenarbeit zum Abschluss versöhnlich. - Gabriele De Bona M.A. (Frauenarbeit GAW)

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