Freitag, 1. November 2013

Scheckübergabe am Reformationstag in Wittenberg


Bischof Brauer predigt 
"Das ist sehr bewegend für uns in Wittenberg, dass kleine Gemeinden in der Wolgaregion, die ganz andere Sorgen haben, für uns in Wittenberg eine Kollekte mitgesamelt haben," sagte der Wittenberger Stadtpfarrer Dr. Block, nachdem Bischof Diterich Brauer aus Moskau stellvertretend für alle Partnerkirchen des GAW einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro im Gottesdienst zum Reformationstag übergab. Inzwischen ist es das dritte Mal, dass das GAW diese Solidaritätskollekte übergeben konnte. Inspirieren ließen wir uns von der paulinischen Kollekte für die jerusalemer Gemeinde. Die evangelische Gemeinde in Wittenberg muss sehr viel Geld selbst aufbringen. Damit ist sie alleine überfordert. Das GAW will hier helfen - das geschieht für uns weltweit!
Die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien der Lutherstadt Wittenberg ist Teil des UNESCO-Welterbes. Sie gilt als das älteste Gebäude der Stadt. Bekannt geworden als Predigtkirche Martin Luthers, ist sie eng mit dem reformatorischen Geschehen verbunden. Für Christen in aller Welt gilt sie als ein „evangelischer Pilgerort“, verbirgt jedoch auch Kunstschätze wie den von Lucas Cranach d.Ä. gestalteten Altar. Im Chorraum erinnert eine in den Boden gelassene Platte an die Aufbahrung des Leichnams von Gustav II. Adolf. Im Zusammenhang mit dem nahenden Reformationsjubiläum rückt die Stadtkirche auf besondere Weise in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Die Evangelische Stadtkirchengemeinde ist ein Zusammenschluss von evangelischen Kirchengemeinden in Wittenberg und Umgebung und zählt rund 4.000 Glieder. Ihre Hauptkirche ist die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien.
Scheckübergabe im Reformationsgottesdienst
Die Kirche hat sich nur wenig verändert, seitdem Martin Luther 1512 seine Professur an der Wittenberger Universität antrat. In der DDR-Zeit vernachlässigt, hat sich über Jahrzehnte hinweg ein erheblicher Sanierungsbedarf entwickelt. Bis zum Reformationsjubiläum 2017 soll die Kirche saniert werden. Schwerpunkt der ersten Jahre war die Sanierung der Außenhülle und des Dachs. Inzwischen haben Arbeiten im Inneren der Kirche begonnen. Das Gesamtprojekt umfasst sieben bis acht Millionen Euro und kann von der Kirchengemeinde nicht allein getragen werden. Das Gustav-Adolf-Werk möchte zur Sanierung von Luthers Predigtkirche bis 2017 jährlich mit 10 000 €, insgesamt mit 70 000 € beitragen und hat auch seine Partnerkirchen zu Spenden für das symbolträchtige Bauwerk aufgerufen.


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