Montag, 4. November 2013

Situation für Christen in Syrien ist dramatisch


Vor Kurzem haben wir in diesem Blog über die Situation der christlichen Minderheit in der Stadt in der Stadt Saddad. Inzwischen scheinen die Regierungstruppen die radikalen Islamisten vertrieben zu haben. Zurückgelassen wurden zahlreiche Tote. Von mindestens 45 getöteten Christen wird berichtet. IDEA hat heute folgenden Text veröffentlicht. "In Syrien haben radikal-islamische Milizen ein Massaker an christlichen Zivilisten verübt. In der zwischen Homs und Damaskus gelegenen Stadt Sadad wurden 45 ermordete Christen aufgefunden. Das berichtete der katholische Fidesdienst (Vatikanstadt) unter Berufung auf das syrisch-orthodoxe Patriarchat in Damaskus. 30 Opfer – darunter Frauen und Kinder – seien in zwei Massengräbern gefunden worden. Islamisten hatten die Stadt am 21. Oktober eingenommen, die inzwischen von der syrischen Armee zurückerobert wurde. Nach Augenzeugenberichten ermordeten Kämpfer der „Al Nusra“ und „Daash“-Milizen die Zivilisten, als sie aus der Stadt fliehen wollten. Die Milizionäre hätten den Ort völlig verwüstet und ausgeplündert. Die Kämpfer verschanzten sich unter anderem in der syrisch-orthodoxen St. Theodor-Kirche. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof Selwanos Boutros Alnemeh sprach vom größten Massaker an Christen, das es in Syrien seit zweieinhalb Jahren gegeben habe. Nach seinen Angaben sind 2.500 Familien aus der Stadt geflohen. Der Erzbischof rief zum Gebet für die Christen in Syrien auf. Im dortigen Bürgerkrieg starben bisher über 100.000 Menschen."

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