Dienstag, 12. November 2013

Was Spaltungen in der Diaspora anrichten können...


"Das GAW hat unserer Gemeinde in einer sehr schwierigen Situation zur Seite gestanden", schreibt Pastor Nathanel Böhm von der lutherische Gemeinde Nova Vida in Sao Leopoldo der lutherischen Kirche in Brasilien. Die Gemeinde war vor einigen Jahren in theologische Auseinandersetzungen hineingeraten, die die gesamte Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) betrafen und letztlich zur Abspaltung einiger Gemeinden und zum Austritt einiger Pfarrer führte. Für die IECLB war das eine schmerzhafte Situation. Vier Pfarrer und drei Gemeinde hatten ihren Austritt erklärt. Abgespaltene Gemeindemitglieder nahmen die Pfarrer mit. Es gab rechtliche Probleme mit Kirchengebäuden und theologische Probleme durch vollzogene Wiedertaufen.
Die Gemeinde in Nova Vida war ebenfalls betroffen. In einer Übergangszeit betreuten Theologiestudierende die Gemeinde, weil der Pfarrer gegangen war. Mit Hilfe des GAW konnte ein neuer Pfarrer gefunden werden, der sich um die Gemeinde kümmerte und sie wieder sammelte. Das hat die Gemeinde stabilisiert. "Eine Gemeinde braucht ihren Pastor, auf den sie sich verlassen kann, so wie ein Hirte für seine Herde verantwortlich ist", schreibt Nathanel Böhm. Inzwischen gibt es wieder ca. 200 Gemeindemitglieder.
Es ist schmerzlich, wenn sowieso schon kleine Diasporagemeinden in solche Spannungen hineingeraten, die hervorgerufen sind durch die charismatische Bewegung in Brasilien, die am Wachsen ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass dadurch auch lutherische Gemeinden betroffen werden. Sicherlich sind Elemente für einen missionarischen Gemeindeaufbau gut aus dieser Bewegung zu integrieren. Aber auf Abspaltungen ruht kein Segen - das lernt man hier.
Gut, dass wir als GAW hier wieder helfen konnten, die Gemeinde zu stärken. - Enno Haaks

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