Sonntag, 5. Januar 2014

IFPLA-Studierende aus Brasilien in Leipzig

IFPLA Jahrgang 2014
„Mein Vater ist Kleinbauer und besitzt 4 ha Land, um die Familie zu ernähren“, schreibt Carina. Sie wohnt in Ivoti im Internat und besucht die Schule der IECLB, die einen sehr guten Ruf hat. „In den letzten Jahren waren die Ernten nicht gut, so dass wir als Familie, zu der sechs Personen gehören, wenig hatten. Meine Mutter arbeitet als Verkäuferin in einem kleinen Laden.“ Carina möchte Pädagogik studieren, um Lehrerin zu werden. Vorbild für sie sind viele Pädagogen aus Ivoti, die ähnlich begonnen hatten. Viele Schülerinnen und Schüler in Brasilien können nur mit finanzieller Beihilfe eine Ausbildung machen. Zwar ist die gesamte wirtschaftliche Situation Brasiliens in den vergangenen Jahren besser, das Leben insgesamt jedoch teurer geworden. Der Aufschwung des Landes hat auch zur Verschuldung vieler Menschen geführt. Das sind Gründe, warum es den Studierenden in den Gemeindeschulen nicht möglich ist, die Kosten zu tragen. Sie kommen meist aus dem unteren Mittelstand und noch ärmeren Schichten. Die Schulstipendien des  GAW gibt evangelischen Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender höherer Schulen (Gymnasien, diakonische Ausbildungsstätten, theologische Seminare) die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen. Einige von ihnen werden später als Lehrerinnen/Lehrer wie Carina. Sie studieren am IFPLA-Institut in Ivoti, das etliche jahre in Sao Leopoldo an einer Jesuitenuniversität angesiedelt war, jetzt aber wieder seinen Ort in Ivoti hat. So ist auch eine größere Nähe zur lutherischen Kirche (IECLB) gegeben, die dieses Institut gegründet hatte. 
Die IECLB ist Trägerin mehrerer Schulen, an denen Deutsch unterrichtet wird. Aus den IFPLA-Kursen kommen am Anfang eines Jahres immer 10 Studierende nach Leipzig, um am Herderinstitut einen Kurs zu belegen. Z.Zt. sind sie deshalb Gast im GAW. Das GAW unterstützt diese Arbeit. 

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