Freitag, 28. März 2014

Eine multikulturelle Kirche werden

Moderator Eugenio Bernardini
Vier Pfarrer der Waldenserkirche
„Die Zukunft unserer Waldenserkirche ist multikulturell,“ ist sich Eugenio Bernardini,Moderator der Waldenserkirche Italiens sicher. „Die Einwanderung aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa ist eine Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen und unsere einzige Chance, als Kirche zu wachsen. Inzwischen gibt es Gemeinden der Kirche, die zu 60% afrikanische Gemeindemitglieder haben,“ fährt Bernardini fort. „Wir müssen eine Strategie haben für diese Herausforderung,“ betont er. Erfahrungsberichte aus verschiedenen  multikultuerellen Gemeinden geben ein Zeugnis davon, vor welche Herausforderungen das die ursprüngliche Waldenserkirche stellt. Plötzlich sind Gemeindemitglieder damit konfrontiert, dass im Gottesdienst geklatscht und getrommelt wird oder eine andere Sprache gesprochen wird. Aber auch afrikanische Christen müssen lernen, sich in einer fremden Umgebung zu integrieren. „Genau das ist ein wichtiger Punkt für die Kirche: was heißt Integration?“ betont Prof. Neso, Koordinator der Waldenserkirche für das Programm „Gemeinsam Kirche sein“. Flexibilität, Austausch und Trainingsprogramme sind notwendig. Zudem muss die Pfarrausbildung überarbeitet werden und ehrenamtlich Engagierte in den Gemeinden geschult werden. „Wir brauchen für solch eine dynamische Integration Methoden und Programme,“ sagt Bernardini. Und man muss sich gemeinsam berichten von Chancen, Erfolgen aber auch Misserfolgen der Integration. Pfarrer Köhn aus Como ist sich sicher: „Wenn wir gemeinsam bekennen können, dass unsere Grundlage ist, eins in Christus zu sein (Galater 3,28), dann können wir die unterschiedlichen Kulturen als Bereicherung erleben und wertschätzen!“ Und Bernardini ergänzt: „Dafür brauchen wir Geduld und einen langen Atem, denn wir bekennen uns dazu, gemeinsam Kirche sein zu wollen!“



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