Sonntag, 9. März 2014

Eine Reformierte Gemeinde in Slawonien mit tschechischen Wurzeln

In dem kleinen Dorf Bjelisevac in Slawonien/Kroatien haben sich vor ca. 135 Jahren Tschechen angesiedelt. Inzwischen sind sie Kroaten mit tschechsichen Wurzeln. Waren die ersten Siedler Lutheraner und Reformierte, so ist die Gemeinde jetzt rein reformiert, denn nach dem 2. Weltkrieg haben hier nur reformierte Pfarrer Dienst getan. Bjelisevac wird von dem reformierten Pfarrer aus Zagreb betreut. Alle zwei Wochen kommt Pfarrer Branimir Bukanowic für ein Wochenende in die Gemeinde, um Gottesdienst, Katechsimusunterricht, Kirchenvorstandssitzung und Hausbesuche zu machen. Seit 2003 hat die Gemeinde endlich eine eigene Kirche dank der Unterstützung des Weltbundes Reformierter Kirchen und dank der Unterstützung einer deutschen Landeskirche. Auch die Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien hat beim Bau geholfen. Jetzt fehlt lediglich der Ausbau des 1. Stockwerkes. Es soll ein kleines Appartment entstehen, ein Gemeinderaum und ein Schlafraum für den Pfarrer. Diese ländliche Gemeinde ist sehr aktiv und hält zusammen. Es ist auch gut, dass in der reformierten Kirche Kroatiens auch kroatisch sprechende Gemeinden zu finden sind. Das bereichert die Kirche, die aufpassen will, dass sie keine rein ungarische Identität hat. Es gibt genügend Verantwortliche, die Kirche in der kroatischen Gesellschaft sein wollen. Das gilt es zu fördern.



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