Sonntag, 9. März 2014

Neuanfang bei den Reformierten in Kroatien

Bischof Lajos Csáti-Szabó
Im Jahr 2011 wurde in der Synode der Reformierten Christlichen Kirche in Kroatien eine neue Kirchenleitung gewählt und damit ein Neuanfang möglich. Mit dem Bischof, dem ehrenamtlichen Hauptkurator und dem Synodalsekretär begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte dieser Kirche, die schwere Phasen hinter sich hat. Nach dem Balkankrieg zerfiel zwangsläufig die Reformierte Kirche Jugoslawiens. Die in Kroatien und Serbien verbliebenen Gemeinden mussten sich jeweils in ihren Staaten neu gründen. Alte Beziehungen und traditionelle Verbindungen brachen ab, auch wenn es nach wie vor viele Freundschaften und familiäre Beziehungen untereinander gibt. Dadurch entstand teilweise eine Orientierungssuche. In beiden Kirchen gab es dabei Probleme mit Menschen, die andere als kirchliche Interessen verfolgten. Hier ging es um Kircheneigentum und Machtfragen. In der Reformierten Kirche Kroatiens ist es gelungen, sich neu auf den Weg zu machen, wenn auch zwei kleine Splittergruppen nach wie vor existieren, mit denen es auch noch rechtliche Auseinandersetzungen gibt. Die Reformierte Christliche Kirche hat die wesentlichen Probleme überwunden und ist inzwischen auch ökumenisch gut verbunden. Auch wurde die Kirche in den ungarisch reformierten Generalkonvent integriert. Für das GAW bietet sich die Chance, alte Beziehungen zu dieser Kirche wieder aufzunehmen. Die Kirche braucht Unterstützung. Auch sind immer noch die Wunden, die der Krieg geschlagen hat, zu spüren.

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