Samstag, 12. April 2014

Dem Himmel ein Stück näher - von Vera Gast-Kellert

Seit gestern Abend (Donnerstag, 10.4.) sind wir hier in Bogota! Eine zwölfstündige Nachtbusfahrt von Florianopis nach Sao Paulo, 7 Stunden am Flughafen dort und weitere 6 Stunden Flug brachten uns ans letzte Ziel unserer Lateinamerikareise. Hier drehten wir zum ersten Mal die Uhr zwei Stunden zurück, denn tatsächlich war von Santiago/ Chile über Buenos Aires und Montevideo bis nach Brasilien immer die gleiche Zeit. Hier nun
gehen die Uhren anders, auch temperaturmäßig. Denn von über 30 Grad Hitze wurden wir hier gestern von einer erfrischenden Kühle empfangen: 14 Grad, gab der Pilot vor der Landung bekannt. Und dazu weht ein kräftiger Wind.
Hier haben wir in der Casa Emmaus, die der Iglesia Evangelica Luterana  em Colombia (IELCO) gehört eine wunderbare Unterkunft und wurden von Atahualpa am Flughafen herzlich empfangen. So fühlen wir uns schon wieder Zuhause, ja in der luftigen Höhe Bogotas dem Himmel ein ganzes Stück näher.
Heute Morgen haben wir ein Gespräch mit Ata, wie Athualpa genannt wird, Andres,für die Menschenrechtsarbeit der Kirche verantwortlich und Stella von der Stiftung Emmaus. Wir erfahren Wichtiges über die Gemeinschaft der Kogui, die wir gleich besuchen. Die Kogui-Gemeinschaft hat sich gespalten in eine traditionelle und eine christliche, die durch die Arbeit von zwei Frauen der Wycliff-Bibelübersetzer entstandene ist. Nun hat die IELCO in einem langen Prozess wein Begleitprogramm entwickelt, das sehr spannend ist. Lizbeth, die vor drei Wochen zur Pfarrerin ordiniert worden ist und als Stipendiatin ein Jahr in Leipzig ist, soll die christliche Kogui-Gemeinschaft begleiten. Bewusst wird diese Gemeinschaft nicht „lutherisch“ genannt, um damit keine konfessionelle Spaltung vorzubereiten. So sind wir gespannt und sicher, dass diese Begegnung für uns auch eine Emmaus-Erfahrung wird. - Vera Gast-Kellert

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