Donnerstag, 22. Mai 2014

Aus Kohl wird Kohle - "Wittenbergkollekte" aus Kirgisien

"Wir haben Kohl verkauft und uns damit an der GAW-Kollekte für die Mutterkirche der Reformation in Wittenberg ," berichtet Bischof Eichholz, als er uns seinen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb in Winogradnoje zeigt. "Derzeit bewirtschaften wir 37 ha Land." Auf seinem Hof finden sich Rinder, Schweine und Pferde. Er arbeitet hin und wieder selbst mit, aber insgesamt führt den Betrieb ein Verwalter, dem er vertrauen kann. "Wir haben in Winogradnoje vor einigen Jahren mit Landwirtschaft begonnen, um mit dem Gewinn auch die Arbeit der Kirche mit zu finanzieren," berichtet uns Bischof Eichholz. Früher war es oft so, dass die zahlreichen Deutschstämmigen die landwirtschalftlichen Betriebe (Sovchosen) führten - insbesondere in den Regionen, wo sie zahlenmäßig stark vertreten waren. So entstanden Musterhöfe, die die kommunistische Regierung gerne als Vorzeigeobjekte präsentierte. Nach der großen Auswanderung nach Deutschland verfielen viele dieser Betriebe. 
Bischof Eichholz hat hier eine Chance gesehen, eigene Mittel zu erwirtschaften und gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen. 
Das GAW ist der lutherischen Kirche in Kirgisien und ihrem Bischof dankbar für diese Beteiligung an unserer Wittenbergkollekte. In jedem Jahr bis zum Reformationjubiläum 2017 wollen wir uns im GAW mit 10.000 Euro an der Sanierung von Luthers Predigtkirche beteiligen. Unsere Partner sind sehr kreativ darin, sich mit Phantasie an dieser Kollekte zu beteiligen.

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