Dienstag, 20. Mai 2014

Ein Haus für Kinder mit besonderen Begabungen in Kirgisien

Madina
Madina ist 13 Jahre alt. Sie ist Kirgisin. Ihre Eltern sind Muslime. Als Kleinkind ist sie
schwer gestürzt. Auch auf Grund schlechter ärztlicher Versorgung sind bleibende Schäden zurückgeblieben. Sie kann nur mit Krücken sich fortbewegen. "Vor zwei Jahren konnte sie überhaupt noch nicht gehen," erzählt Bischof Eichholz. "Dann ist sie zu uns gekommen. Wir fördern sie und helfen ihr in unserem Tagesheim für Kinder, die mit unterschiedlichen Behinderungen zu uns gebracht wurden." Bischof Eichholz, der im nahe gelegenen Winogradnoje unweit von der Grenze zu Kasachstan zusätzlich zum Bischofsamt eine Gemeinde leitet, betreut auch in dem Dorf Wasilowka eine kleine Gemeindegruppe. Hier fiel es ihm auf, dass es in dem Ort mehrere Kinder mit unterschiedlichsten Behinderungen gibt, um die sich keiner richtig kümmert. In staatlichen Schulen werden sie nicht aufgenommen.
Oft werden Kinder mit Behinderungen als Makel angesehen, den man versteckt. Staatliche Einrichtungen gibt es nicht. Madina hat Glück in ihrer Situation mit zwölf anderen Kindern, dass sie hier betreut und gefördert wird. Einige Kinder können durch besondere Förderungen im Haus inzwischen auch zu einer normalen staatlichen Schule gehen.
Für die lutherische Kirche, die mit vielen Einschränkungen leben muss, hat dank ihrer diakonischen Arbeit eine Chance erhalten, sich in der Gesellschaft zu engagieren. Sie hat sich dadurch auch bei der Kommune bemerkbar gemacht. Inzwischen werden drei Arbeitsplätze finanziert. Selbst muss Bischof Eichholz jedes Jahr Spendenmittel einwerben, um dieses Haus weiter betreiben zu können. Eine segensreiche Arbeit!

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