Samstag, 24. Mai 2014

Hand in Hand mit Jesus werd ich sicher gehn


Kirche in Astana
„Hand in Hand mit Jesus werd ich sicher gehn“ - so sangen drei ältere deutschstämmigeFrauen in der lutherischen Kirche in Astana aus ihrem Gesangbuch. Sie sind sich sicher, so erzählen sie, dass sie in ihrem Leben bei bei allem erlittenen Leid von IHM geführt wurden. Fanny Müller berichtet davon, wie sie im Osten der Ukraine aufgewachsen ist und bei der Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht mit ihrer Familie nach Brandenburg übersiedelt wurde. „Dort haben wir bis 1945 gelebt. Als die russische Armee kam wollten wir wieder in die Ukraine zurück. Das durften wir nicht. Wir wurden hinter den Ural deportiert. Das war eine schreckliche Zeit,“ erzählt Fanny. „Schließlich wurden wir Anfang der 50er Jahre nach Kasachstan geschickt und kamen so ins heutige Astana. „Hier hat dann Pastor Bachmann unsere Gemeinde gesammelt.“ Selbst kam er 1955 nach Astana, nachdem er eine schlimme Leidensgeschichte hinter sich hatte. Pfingsten predigte er zum ersten Mal. 1957 konnte er die Gemeinde registrieren. „Damals waren wir so viele, dass der Platz nicht ausreichte. Jetzt sind wir nur noch wenige Deutsche,“ sagt Fanny. Und als die drei Damen wieder in das Lied einstimmen, spürt man, wie gesättigt mit eigenem Erleben und Erleiden diese Liedstrophe ist. Man spürt, dass der Glaube an Jesus Kraft gegeben hat. Passend zu diesem Lied ist in einem Altarbild der Kirche in Astana die Geschichte abgebildet, in der Jesus Petrus aus den Fluten zu sich hinaufzieht:. „Hand in Hand mit Jesus werd ich sicher gehen.“

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