Mittwoch, 10. September 2014

Dringender Appell der Evangelischen Kirchen im Mittleren Osten

"Wir, die Leiter der evangelischen und protestantischen Kirchen und Organisationen, die dem Höchsten Rat der Evangelischen Gemeinden in Syrien und im Libanon angeschlossen sind, haben uns in diesem kritischen Augenblick unserer Geschichte getroffen, um über die gegenwärtige Situation unserer Mitglieder im Irak, in Syrien und im Libanon sowie und die tragischen Ereignisse, die sie betreffen haben, zu sprechen. Wir sind zutiefst beunruhigt über das große, menschliche Leid und die politischen Schwierigkeiten, denen sich unsere Mitglieder in diesen Ländern gegenüber sehen. Wir haben intensiv über diesen Zustand nachgedacht, der sich ständig verschlimmert, und sind äußerst entsetzt und schockiert über die grausamen Akte der Gewalt gegenüber unschuldigen Zivilisten und ganzen Gemeinschaften, speziell Christen", schreiben in einem dringenden Appell die evangelischen Kirchen im Mittleren Osten kurz zur Konferenz der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (FMEEC) zum Thema "Evangelical and Christian Presence in the Middle East". Sie findet in diesem Tagen in Kairo statt. Bischof Dr. Michael Bünker, Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nimmt daran teil.
Die Kirchenleitenden sind entsetzt und schockiert über die grausamen Akte der Gewalt gegenüber Zivilisten, speziell gegen Christen und andere Minderheiten.
"Unsere Hoffnung ist, dass Sie schnell handeln, ehe es zu spät ist. Bitte verbreiten Sie diesen Appell so weit und so schnell wie möglich", schreibt Pfarrer Dr. Habib Badr, leitender Pfarrer der Nationalen Evangelischen Kirche in Beirut. Die gesamte Führung der Gemeinschaft der Evangelischen Christen im Libanon und in Syrien richtet einen dringenden Appell an alle Evangelischen und Protestantischen Kirchen und Organisationen weltweit. In diesem erklären die Kirchen den Notstand angesichts der schrecklichen Gewalt und des unermesslichen Leidens der Menschen und der Bedrohung der Christen und anderer Minderheiten in der gesamten Region.
"Die Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag; wir sind wirklich besorgt über unsere zukünftige Präsenz als christliche Zeugen in dieser Weltregion. Wir vertrauen auf Gott und begeben uns in seine Hand," schreibt Habib Badr. Das unterstreicht auch die Generalsekretärin vom FMEEC Rosselange Jarjour gegenüber dem GAW: "Wir brauchen Eure Gebete! Wir brauchen auch Eure Hilfe - insbesondere für unsere evangelischen Gemeinden in Aleppo." Dort arbeiten nach wie vor ein armenischer und ein arabischer Pastor in großer Solidarität mit anderen christlichen Konfessionen zusammen, um den notleidenden Menschen zu helfen. "Insbesondere die armen Menschen sind extrem betroffen. Wer finanziell besser gestellt war ist schon geflohen."
Das GAW hat nun zum vierten mal ein Hilfsprojekt der FMEEC in Homs und Aleppo unterstützt. In den kommenden Tagen werden wir erneut Mittel überweisen. 

Der Aufruf im Wortlaut findet sich hier!

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