Sonntag, 28. September 2014

Eine lebendige Gemeinde in Oradea mit einem Altersheim

Reformierte Kirche in Oradea-Valenta
Altersheim
Wie schwierig sich das Leben alter Menschen in Rumänien gestalten kann, das erzählt Pfarrer Antal Farkas aus Oradea, der in seiner reformierten Gemeinde ein Altersheim unterhält. "Wir können leider nur 15 alte Menschen bei uns betreuen", berichtet er. "Eigentlich bräuchten wir mindestens 40 Bewohner, damit das Heim sich wirtschaftlich rechnet." Zudem reichen die durchschnittlichen Renten von 250 Euro nicht, um die Unkosten zu decken. Das Thema Altersarmut ist ein großes Problem in Rumänien. Das Problem ist vielschichtig. Das hängt mit der niedrigen Rente im Land zusammen. Es hängt aber auch mit der Arbeitsmigration jüngerer Menschen zusammen. Sie suchen in Europa in anderen Ländern Arbeit. Die Alten bleiben zurück. Wenn sie sich nicht mehr alleine versorgen können, sind sie auf Hilfe angewiesen. "Es gibt zu wenig Hilfe von staatlicher Seite", beklagt sich Farkas. "Für den Bau orthodoxer Kathedralen ist Geld da, aber nicht für die drängenden sozialen Fragen wie die Betreuung von Kindern oder die Altersversorgung." Es klingt bitter, wie er es sagt, aber die Not ist groß. "Es gibt zu wenig staatliche Hilfe. Wir brauchen die Unterstützung ausländischer Spender, um unser Haus am Leben zu erhalten", sagte er. Die Gemeinde selbst ist sehr aktiv. Es gibt eine lebendige Jugendarbeit mit Jugendgottesdiensten zu denen über 150 jungen Menschen kommen. Eine Theatergruppe setzt besondere Akzente. Das Gemeindezentrum bietet viele Freiräume und Chancen. das GAW hilft im Projektkatalog 2014 bei der Erweiterung des Gemeindehauses. 

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