Montag, 23. März 2015

Recht auf Pension spanischer protestantischer Pfarrer

Gottesdienst in einer evangelischen Kirche in Spanien
Das GAW unterstützt die Spanische Evangelische Kirche (IEE) in diesem Jahr durch das Jahresprojekt der Frauenarbeit. U.a. wird für den Pensions- und Rentenfonds der Kirche gesammelt. Unter dem spanischen Diktator Franco galt der evangelische Pfarrberuf nicht als ein „legaler“ Beruf. Die damaligen Pfarrer konnten sich deshalb nicht rentenversichern. Heute beziehen pensionierte Pfarrer und Pfarrwitwen keine Rente und sind auf Unterstützung angewiesen. Eine wichtige solidarische Hilfe des GAW für die Betroffenen und die gesamte IEE!
Die Konferenz Evangelischer Kirchen (KEK) leistet ebenfalls solidarische Unterstützung für den Bund Protestantischer Kirchen in Spanien (FEREDE). Gemeinsam versuchen evangelische Kirchen, auf politischer Ebene Einfluss zu üben, um dieses historische Unrecht auszugleichen. Die spanische Regierung legte kürzlich einen erneuerten Entwurf für ein dementsprechendes königliches Dekret vor. Augrund eines Urteils des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist die Regierung gezwungen, zu handeln. In einem ersten Entwurf waren jedoch insbesondere die älteren pensionierten Pfarrer von den Ausgleichszahlungen ausgeschlossen. Die KEK versucht, die FEREDE in diesem Prozess zu begleiten und zu beraten, damit eine gerechte Lösung erreicht werden kann. 
Unbefriedigend ist, dass die spanische Regierung auf Zeit zu setzen scheint. So ist im vergangenen Jahr im Alter von 88 Jahren der emeritierte Pfarrer Francisco Manzanas verstorben. Aufgrund seiner Klage in Straßburg musste die Regierung ihm monatlich eine Pension zahlen. Dieses von Manzanas erstrittene Recht konnte aber nicht auf andere Betroffene übertragen werden. 

Mehr über das Jahresprojekt der Frauenarbeit 2015 finden Sie hier!

1 Kommentar:

Vera hat gesagt…

Darüber ist auchc bei uns in kirchlichen Kreisen zu wenig bekannt. Deshalb ist es gut, dass das Jahresprojekt der Frauenarbeit im GAW darauf aufmerksam macht und auch zur Unterstützung der Betroffenen sammelt.