Freitag, 17. April 2015

In guten Händen - das diakonische Zentrum Moisés in Santa Paloma

Deborah (re.) vor dem Zentrum
"Unsere Pastorin Sanchez hatte ein großes Talent, Not zu sehen, mit den Notleidenden zu sprechen und dann auch zu handeln", berichtet Deborah, Leiterin der Fundación El Faro (Leuchtturm) der evangelischen Kirche in Santa Paloma. In Santa Paloma, einer kleinen Stadt am rande Barcelonas, gibt es viele soziale Probleme. Der Anteil der Migranten ist hoch. Es gibt viele häusliche Konflikte, Gewalt, Arbeitslosigkeit sowie Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Kein Wunder, dass man als Kirchengemeinde handelt.
Dazu gehört ein waches Auge und ein offenes Herz. Das hat Pastorin Sanchez. 1992 begann sie eine diakonische Arbeit mit Drogenabhängigen. Die Pastorin fand in Zusammenarbeit mit der Kommune eine Möglichkeit, eine Drogenrehabilitationsarbeit zu beginnen. Damit war der Grundstein für die evangelische Fundación El Faro gelegt. 
Inzwischen hat sich die Arbeit ausgeweitet. Seit 10 Jahren gehört das diakonische Sozialzentrum "Moisés" dazu. Hier werden über 60 Kinder und Jugendliche von einem Sozialarbeiterteam nachmittags von 17 bis 20 Uhr betreut. Hierher kommen Kinder aus sehr schwierigen Familienverhältnissen. "Es gibt Kinder, die waschen sich zu Hause nie, weil die Eltern nicht darauf achten können, weil sie selbst viel zu viele Probleme haben", berichtet Deborah. "Bei uns können sie sich duschen. Und vor allen Dingen lernen sie bei uns etwas über die Wichtigkeit von Hygiene, gesunder Ernährung, Gemeinschaft. Außerdem erhalten sie Hausaufgabenhilfe." Das Programm ist umfangreich und hilft den Kindern, sich im Leben nicht als Verlierer zu fühlen, sondern zu lernen, dass sie aus ihrem Leben etwas machen können. Nicht umsonst wurde für diese diakonische Arbeit der kleine Mose als biblisches Leitbild gewählt. Mose wurde aus den Fluten des Nils gerettet und bewahrt. Bewahren und behüten, das wollen die Mitarbeiter hier in Santa Paloma.
Mit den Kindern und Jugendlichen von Moisés wird auch mindestens einmal im Jahr ein Ausflug in das 100 km entfernte "Aguas Vidas" unternommen. Es ist ein Freizeitzentrum der evangelischen Kirche und wir ebenfalls von der Fundación El Faro verwaltet. Für viele Kinder ist das die einzige Chance, aufs Land zu kommen, raus aus Santa Paloma. 
Dieses Zentrum wird im kommenden Projektkatalog 2016 vom GAW gefördert werden.

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