Dienstag, 2. Juni 2015

Evangelisch heißt frei und fröhlich sein

Gottfried Brakemeier
"Evangelisch sein ist nicht leicht in der heutigen Welt. Das gilt für das Christsein überhaupt. Es gehört nicht mehr zu den gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten. Aber wann wäre Christsein jemals leicht gewesen? Schließlich ist Kirche die Gemeinde des Gekreuzigten. Sie ist der Liebe verpflichtet, der Solidarität, den Rechten Gottes in dieser Welt. Das war noch nie ein lukratives Geschäft. Und doch lebt die Menschheit gerade davon, dass nicht Gewinn, sondern Gnade das tragende Fundament ist. Evangelisch-lutherische Kirche hat die Aufgabe, den Menschen dies stets neu ins Gedächtnis zu rufen und sie dadurch frei und fröhlich zu machen." (Gottfried Brakemeier, EvDia 69. Jg., S.80; 


Gottfried Brakemeier war Dozent für Neues Testament in São Leopoldo, ehe er von 1985 bis 1994 Präsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) wurde .Ab 1995 wurde er erneut Dozent für Systematische Theologie und Ökumene wiederum in São Leopoldo.
Emeritiert wurde er im Jahre 2003. Er war zudem Präsident des brasilianischen Nationalen Kirchenrates von 1986-1990 und Präsident des Lutherischen Weltbundes von 1990 bis 1997.

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