Montag, 12. Oktober 2015

Diakonie einer Diasporakirche ist ihre Mission

Die Comisión Permanente der IEE
Keine Gemeinde ohne Diakonie. Das ist ihre Mission. Kirche folgt damit Jesus nach. Sie sieht von sich ab und stellt die Not des Nächsten ins Zentrum. So wird Kirche lebendig. Es geht nie um den Erhalt des Eigenen. Im Absehen von sich selbst kommt man letztlich zu sich selbst zurück. 
Mit Recht betont der Vorsitzende der Comisión Permanente der Iglesia Evangelica Española (IEE), Joel Cortés: „Wir sind eine diakonische Kirche! Niemand kann gleichgültig bleiben, wenn er die Not anderer sieht!“ 
Die diakonische Arbeit ist oft größer als die Kirchengemeinde Mitglieder hatte. Aber – das muss leitend sein: Der Blick muss auf die Not gerichtet sein! Nicht auf die Frage: Ist das machbar?
Kleine Diasporakirchen wie die IEE leben  ständig auf der Grenze. Diaspora heißt Erfahrung der Grenze. In der Diaspora leben heißt, man ist draußen. Aber bei Weitem nicht außen vor. Gerade die diakonische Arbeit hilft, sich als kleine Kirche Gehör zu verschaffen und zu wirken.
So habe ich die IEE schätzen gelernt und habe Hochachtung davor, unter welchen besonderen Herausforderungen all die Verantwortlichen der Kirche versuchen, sich in der spanischen Gesellschaft einzubringen. Umso mehr freut es mich, dass im Jahr 2015 die Frauenarbeit des GAW Projekte der IEE fördert: neben den diakonischen Projekten in Madrid und Rubí ist es vor allen Dingen der Pensionsfonds der IEE, der unterstützt wird. Wie schön wäre es, wenn es hier endlich Gerechtigkeit geben würde…!!! Gerade gab es eine Entscheidung der spanischen Regierung, um zu einem Ausgleich zu kommen in dieser Frage, den Pfarrer und den Witwen die ihnen zustehenden Pensionen auszuzahlen. Die Entscheidung ist allerdings pure Augenwischerei, denn sie erkennt die geleistete jahrelange Arbeit der Pfarrer nicht an. - Pfr. Enno Haaks

Keine Kommentare: