Donnerstag, 12. November 2015

Weiterhin werden die protestantischen Pfarrer in Spanien diskriminiert

Joel Cortés, Präsident der Comisión Permanente der Iglesia Evangélica Española (IEE), berichtet, dass am 10. November das Sozialgericht in Madrid den Fall eines pensionierten Pastors der IEE verhandelt hat, der keine staatliche Pension erhält - wie nach wie vor alle pensionierten Pastoren der Kirche. Der Pastor hatte auf die ihm rechtlich zustehenden Zahlungen geklagt, um für seine geleisteten Dienstjahre endlich die ihm entsprechende staatliche Rente zu bekommen.
In der Gerichtsverhandlung verneinte der anwaltliche Vertreter des spanischen Staates erneut die Rechtmäßigkeit des Urteils des Strassburger Menschenrechtsgerichtshofes, das die Gleichbehandlung der protestantischen Pastoren mit den katholischen Priestern forderte. In Strassburg wurde der Klage des Pastors Francisco Manzanas stattgegeben. Er erhielt noch kurze Zeit daraufhin eine Pensionszahlung bevor er dann im hohen Alter verstarb. 
Bis heute verneint der Staat, den Pastoren die zur Franco-Zeit nicht in die Sozialkassen Beiträge einzahlen konnten, eine Gleichbehandlung und die ihnen rechtmäßig zustehenden Pensionen.
Die Vetreter der IEE kämpfen weiter für ihre pensionierten Pastoren auf Einhaltung und Umsetzung des Gerichtsbeschlusses aus Strassburg. "Es kann nicht sein, dass in Spanien die Menschenrechte in derlei Weise missachtet werden", schreibt Joel Cortés. "Es ist ein Schande! Wir werden weiterhin für unsere ehemaligen Pastoren kämpfen!"


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