Donnerstag, 21. Januar 2016

Welche Zukunft haben Christen im Nordosten Syriens?


Evangelische Kirche in Qamishly
Kurdische Verbände haben nach Angaben von Amnesty International im Norden Iraks tausende Häuser arabischer Iraker zerstört. „Die Peschmerga-Truppen der Regionalregierung von Kurdistan und kurdische Milizen haben tausende Häuser mit Planierraupen zerstört, sie in die Luft gesprengt oder sie angezündet, um die vermutete Unterstützung (ihrer Besitzer für den IS) zu rächen“, erklärt Amnesty in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Amnesty vermutet dahinter eine systematische Kampagne der Kurden gegen andere Ethnien. 
Evangelische Schule in Qamishly
Ein derartiges massives Vorgehen kurdischer Autoritäten im Nordosten Syriens haben uns unsere evangelischen Partner in Qamishly, Hassakeh und Malikiyah noch nicht berichtet. Aber ähnliche Tendenzen werden berichtet. Die Situation der christlichen Araber ist alles andere als sicher. Die kurdische Regionalregierung übt Druck auf die evangelischen Schulen aus. Steuern, von denen die Gemeinden bisher befreit waren, sind erhoben worden. Das Leben der christlichen Gemeinden wird zusätzlich zu dem Bürgerkrieg erheblich erschwert. Seit Monaten versucht die evangelische Schule in Qamishly einen Schulbus zu beschaffen, was einerseits sehr schwer ist, weil Qamsihly auf dem Landweg nicht zu erreichen ist, andererseits im Falle, dass er gekauft werden könnte, hat die Gemeinde Sorge, dass er ihnen von der kurdischen Regionalregierung genommen wird. "Wir sind in großer Sorge um die Zukunft unserer Glaubensgeschwister im Nordosten Syriens," heißt es vom Fellowship of Middle East Evangelical Churches.

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