Freitag, 19. Februar 2016

An der Seite der Ausgegrenzten - Diakonie in Polen

Diakonie Beschäftigungsgesellschaft Kwilcz
 Die Kirchengemeinde Augsburgischen Bekenntnisses in Posen ist in einer einer extremen Diasporasituation. Bei einer Einwohnerzahl von ca. 600.000 gehören lediglich ca. 300 Gemeindemitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Posen an. Seit 2008 ist die Kirchengemeinde Mitgesellschafter in der Gemeinde Kwilcz. 6.000 Menschen leben in dieser ländlichen Region. In kommunistischer Zeit war die Landwirtschaft der großer Arbeitgeber. Mit der Wende brach das zusammen. Viele Menschen verloren ihre Arbeit. Die Arbeitslosigkeit stieg zeitweise bis auf 20 %. Die Kirchengemeinde ließ sich motivieren, sich für die Menschen in dieser benachteiligten Region einzusetzen. Mit Hilfe eines diakonischen Werkes der Braunschweiger Kirche gelang es, eine Diakonische Beschäftigungsgesellschaft ins Leben zu rufen. 
Vor den entstehenden Wohnungen
Inzwischen werden Menschen, die keine Perspektiven mehr hatten in einer Schneiderei und einer Metallwerkstatt geschult und fit für den ersten Arbeitsmarkt gemacht. Die Beschäftigungsgesellschaft produziert Arbeitskleider und hat mit VW-Poznan einen wichtigen Auftraggeber. Das hilft, die diakonische Gesellschaft am Laufen zu halten.
Nun ist es für viele Menschen, die lange arbeitslos waren und auch ihre Wohnung verloren haben, schwierig, geeigneten Wohnraum zu finden. Mit Hilfe der politischen Kommune wird für solche Menschen bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Acht Wohneinheiten entstehen in dieser Kleinstadt, die ca. 60 km von Poznan entfernt ist.
"Wir sind als Christen auf die Menschen in Not gewiesen," sagt die Leiterin. "All unser Engagement ist gleitet von den Werken der Barmherzigkeit, von denen Jesus spricht." Und stolz berichtet sie, dass diese Art von Beschäftigungsgesellschaft einzigartig in ganz Polen ist.
Das GAW unterstützt mit 5.000 Euro die Einrichtung der Küchen der Wohnungen.

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