Dienstag, 2. Februar 2016

Große Herausforderungen für Lutheraner in Venezuela

Die rasante Ausbreitung des Zika-Virus in Südamerika läßt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Gesundheitsnotstand ausrufen. Der Virus wird von der Moskitoart Aedes aegypti übertragen. Erste alarmierende Berichte über Auswirkungen der Infektion bei schwangeren Frauen kamen aus Brasilien. Es kam hier und auch in Kolumbien zu Fehlbildungen bei Neugeborenen. 
Inzwischen berichtet der Kirchenpräsident der lutherischen Kirche aus Venezuela. Er selbst war betroffen ohne große Auswirkungen. "Es war wie eine kleine Grippe", berichtet er. In dem Strassenkinderheim Casa Hogar in Valencia der lutherischen Gemeinde, wo in diesem Jahr das GAW mit der Kindergabe den Bau eines Brunnens und einer verbesserten Trinkwasserversorgung unterstützen will, sind mehrere Kinder erkrankt. Der Kirchenpräsident spricht auch von mehreren Denguefieber-Erkrankungen.
Neben diesen neuerlichen Problemen kämpfen die lutherischen Gemeinden mit den täglich spürbaren Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Land. Die Lebensmittelversorgung ist problematisch. Medikamente fehlen.  Das Wenige, was man zum alltäglichen Leben braucht, hat sich enorm verteuert. 
Auch wenn sich politisch die Mehrheitsverhältnisse in der Nationalversammlung verschoben haben und die Regierung darauf Rücksicht nehmen muss, sind spürbare wirtschaftliche Veränderungen noch nicht sichtbar. Dazu kommen die Sicherheitsprobleme im Land. Venezuela liegt führt mit Honduras die Rate der Tötungsdelikte weltweit an. "Diese Gewalt im Land betrifft uns in unserer täglichen Arbeit", schreibt Hands. Umso wichtiger ist es, dass die kleine lutherische Kirche sich darum bemüht, Zeichen der Solidarität zu setzen, wie es z.B. in dem Strassenkinderheim Casa Hogar in Valencia geschieht.

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