Sonntag, 23. Oktober 2016

Eine neue Kirche in Saku (Estland)

Altes Bethaus in Saku
In Saku gibt es eine große und gute Brauerei - aber keine lutherische Kirche, auch nicht einer anderen christlichen Konfession. Dabei wächst diese Stadt mit 6.000 Einwohnern, die  rund 10 Kilometer von der estnischen Hauptstadt Tallinn entfernt liegt, beständig. Die günstige Lage für Pendler sowie eine große Brauerei haben das einstige Dorf zu einer grünen, wohlhabenden Kleinstadt werden lassen.
Kirchlich gehörte Saku immer zur Gemeinde Hageri. Obwohl Hageri ein Dorf mit nur 500 Einwohnern ist, gab es hier immer eine große Kirche für die ganze Region. Vor Ort in Saku gab es nur ein Gebetshaus der Brüdergemeinde, die aber kaum noch existent ist. Vor rund zwanzig Jahren begann sich hier eine Gruppe Lutheraner zu versammeln. Am 2. Februar 2013 wurde schließlich eine eigenständige Gemeinde gegründet. Betreut wird sie von einem
Geplanter Kirchennaubau in Saku
Missionspfarrer aus Norwegen. Die Zahl der Gemeindeglieder hat sich in wenigen Jahren auf rund 70-80 Personen vergrößert.

Als Missionsgemeinde wird ihr Gesicht geprägt von Kindern und jüngeren Erwachsenen. 2014 gab es in der Gemeinde elf Konfirmanden. „So eine Gemeinde habe ich noch nicht erlebt“, lobt der Missionspfarrer Magne Molster die Sakuer Thomasgemeinde. „Der weitaus größte Teil der Gemeindeglieder ist aktiv am Gemeindeleben beteiligt!“ 29 Ehrenamtliche kümmern sich um Baby-, Kinder-, Mädchen- und Jungengruppen, Gebetsgruppen, Gottesdienstvorbereitung und Gemeindeabende. In Zusammenarbeit mit der Kommune leistet die Gemeinde zudem diakonische Hilfe.
Mit Hilfe von verschiedenen Partnern will die Gemeinde den Traum von einer eigenen Kirche wahr werden lassen. Ein Entwurf des Kirchengebäudes ist fertig, das Grundstück gesichert. Die Gemeinde bittet im aktuellen GAW-Projektkatalog um Unterstützung für den Kirch- und das Gemeidehausbau. Wenn es klappt, dann soll in spätestens 4-5 Jahren die Kirche stehen.

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