Dienstag, 8. November 2016

Talare für Argentinien und Paraguay

rechts: Pfarrerin Sonja Skupch
"Neun Vikare beginnen jetzt in unserer Kirche ihren Dienst," erzählt Pfarrerin Sonja Skupch, Generalsekretärin der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP). Diese Vikare stehen jetzt der Kirche zur Verfügung und werden auch dringend gebraucht. Anders als in Deutschland übernehmen Vikare gleich eine Gemeinde. Sie werden von einem Seniorpfarrer begleitet und müssen an einigen Vikarskursen der IERP teilnehmen bevor sie ordiniert werden. "Anders würde es bei uns nicht gehen, denn unsere Gemeinden schaffen es nicht ein Pfarrgehalt und ein Vikarsgehalt aufzubringen," sagte Sonja Skupch. Dass diese für IERP-Verhältnisse große Anzahl an Vikaren ihren Dienst beginnt hängt auch damit zusammen, dass die über 50 Jahre existierende ökumenische Ausbildungsstätte ISEDET in Buenos Aires ihre Tore schließt. Das hatte sehr unterschiedliche Gründe. Leider führte an der Schließung kein Weg vorbei. Am 30. November ist für die Studierenden endgültig Schluss. Das ist ein Einschnitt auch im Leben der IERP. Fast alle Pfarrer wurde hier ausgebildet auf gutem theologischen Niveau. Wie es in Zukunft mit der Ausbildung weitergehen soll ist in Arbeit. Die Synode der IERP hatte vor Kurzem beschlossen, dass ab 2018 ein neues Ausbildungssystem gemeinsam mit der Waldenserkirche und der lutherischen Kirche beginnen soll. Er wird sehr wahrscheinlich eine virtuelle Ausbildung geben mit gewissen Präasenzzeiten pro Semester. Es gibt jedoch noch viele offene Fragen. Aktuell haben bei der IERP zwei Studierende ihr Studium aufgenommen - allerdings in Brasilien in Sao Leopoldo. Das ist sicherlich keine schlechte Alternative, denn hier gibt es eine gute theologische Ausbildungsstätte mit einer langen Tradition.  
Sonja Skupch ist auf jeden Fall dankbar, dass alle Vikare mit Talaren vom GAW ausgestattet wurden. Auf dem Besuch in der GAW-Zentrale hat sie drei Talare mit nach Argentinien genommen. Diese Talare wurden von pensionierten Pfarrern gestiftet mit der Bitte um Weitergabe in die Diaspora. Das werden wir auch weiterhin tun und laden ein, nicht mehr gebrachte Talare dem GAW zur Verfügung zu stellen.

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