Montag, 5. Dezember 2016

Es gibt heute kaum einen sicheren Ort in Aleppo!

Beschädigte Kirche in Aleppo
Die syrische Armee scheint heute am 5. Dezember bei einer Großoffensive im Ostteil Aleppos einen weiteren Stadtteil erobert zu haben. Damit kontrollieren die Truppen von Präsident Baschar al-Assad nun zwei Drittel des Ostteils von Aleppo, der 2012 von Aufständischen besetzt worden war. In den Rebellengebieten im Osten Aleppos schlugen in der Nacht Dutzende Raketen ein. 
Seit dem Beginn der Offensive am 15. November gab es zahlreiche zivile Todesopfer - sowohl im Ostteil - als auch im Westteil der Stadt. Mehr als 50.000 Bewohner Ost-Aleppos sollen seit dem Beginn der Offensive aus der Stadt geflohen sein.
Aus Aleppo
Der evangelische Pfarrer der arabischen presbyterianischen Gemeinde berichtet aus dem Westteil heute, dass die Situation sehr kritisch sei: "Auch im Westen Aleppos schlagen derzeit ständig Raketen ein. Es gibt kaum einen sicheren Ort. Wir haben deshalb beschlossen sowohl unsere Schule als auch die "Aleppo College for boys" heute geschlossen zu halten, damit kein Schüler auf dem Schulweg ums Leben kommt. Wir wissen nicht, wie es weitergehen wird. Wir hoffen so sehr, dass der Krieg in Aleppo bald aufhört. Bitte vergesst uns nicht und betet für uns, dass wir die Hoffnung nicht verlieren und Kraft behalten!"
In den letzten Wochen haben wir immer wieder Nachrichten aus dem Westteil der Stadt gehört über Todesopfer durch Raketen und Mörserbeschuß. Die evangelischen Kirchgemeinden der Armenier und der arabischen Kirche liegen alle im Westteil der Stadt. Sie halten nach wie vor ihre Schulen offen, um Kindern und Familien damit Hoffnung zu geben, und dass gegen die Verrohung durch die Gewalt des Friedens Bildung gesetzt wird. Dabei hilft das GAW! Gerade hat das GAW Mittel überwiesen, damit in einer evangelischen Schule Aleppos ein Generator angeschafft werden kann. Bildung braucht strom - in einer Stadt, in der die Infrastruktur zerstört wurde ist ein Generator Segen!

Am 3. Advent lädt die Reformierte Kirche in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Presbyterianischen Kirche in Syrien und Libanon zum Gebet für Syrien ein: 

Keine Kommentare: