Montag, 13. März 2017

Venezuela in Not

Es ist weiterhin sehr schwierig unter den derzeitigen katastrophalen politischen und wirtschaftlichen Umständen in Venezuela zu leben und zu arbeiten. Laut der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ befindet sich das südamerikanische Land Venezuela im freien Fall. Es besteht durchaus die Gefahr, dass das derzeitige Regime mit Gewalt und Unterdrückung auf die fortschreitenden sozialen Spannungen reagiert. Venezuela kämpft mit einer systembedingten Wirtschaftskrise, die sich im Jahr 2014 mit dem Fall der Ölpreise verschlechterte und von einem Mangel an Lebensmitteln und Medizin gekennzeichnet ist. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte die Inflation in diesem Jahr 1.660 Prozent erreichen. Die Produktion von Lebensmitteln im eigenen Land ist in den vergangenen Jahren immer stärker eingebrochen. Nur noch 1/3 des eigenen Bedarfes kann im eigenen Land abgedeckt werden. Der Rest muss importiert werden. Die Teuerung im Land und der massive Einbruch der Kaufkraft ist ein enormer sozialer Sprengstoff.
Wie kann man unter den derzeitigen Bedingungen als kleine lutherische Kirche noch arbeiten? 
„Unsere Pfarrgehälter liegen im Vergleich zu 2011 nur noch bei ca. 10 % dessen, was wir heute damit anfangen können“, schreibt der lutherische Kirchenpräsident Gerardo Hands. „Derzeit zehren wir noch von Ersparnissen und davon, dass wir uns stark einschränken.“ Drei der vier Pfarrer – einer davon von der EKD entsandt für die deutschsprachige Gemeinde in Caracas – leisten unter den derzeitigen Bedingungen eine wichtige und notwendige Arbeit in ihren Gemeinden mit ihren stark verringerten Bezügen. Pfarrer Hands betreut neben seiner Gemeinde eine Schule, ein Straßenkinderheim und ein Sozialzentrum mit einem Kindergarten. „Dank der Hilfe des GAW und finnischer Partner haben wir jetzt wieder Lebensmittel in den USA beschaffen können für unser Straßenkinderheim. Das hilft erst einmal wieder für zwei Monate“, sagte Hands. „Absolut schwierig ist die Beschaffung von Medikamenten. Hier herrscht totaler Mangel. Das Zentrum „Acción Ecumenica“ mit deinem Medizinzentrum versucht Not zu lindern, ist aber sehr beschränkt durch die fehlenden Arzneien.“ 
Die Arbeit der Pfarrer ist unter diesen Bedingungen immens wichtig, um Hoffnung angesichts so großer Hoffnungslosigkeit zu leben und zu verkünden, um die Gemeinden zusammen zu halten, um zum Dialog aufzurufen und bei allem den Glauben zu stärken.

Das GAW wird für den Kauf von Lebensmitteln 2.000 Euro überweisen. Die drei Pfarrer erhalten über die Ökumenische Pfarrerhilfe eine Sonderhilfe von 500 Euro je Pfarrer.

Spenden für die lutherische Kirche in Venezuela für die Unterstützung der Gemeindearbeit, der diakonischen Arbeit und der Mitarbeitenden werden gebraucht: 

KD-Bank
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: Venzuela

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