Mittwoch, 22. November 2017

Eine lutherische Schule in Venezuela

Anna (re.), daneben Pastor Hands
Anna ist Leiterin der Deutschabteilung der Lutherischen Schule La Esperanza in Valencia. Die Lutherische Kirche der drittgrößten Stadt Venezuelas ist Träger der Schule. Seit 60 Jahren gibt es die Schule. Inzwischen kommen Kinder in die Schule, deren Eltern darauf wert legen, dass ihre Kinder eine Fremdsprache lernen, damit sie leichter in anderem Ländern Fuß fassen können. Denn das Leben in Venezuela ist sehr schwer geworden - für alle Gesellschaftschichten. Bis zum Ende des Jahres rechnet man mit einer Inflationsrate von 1.800%. Das führt dazu, dass man für die Gehälter immer weniger bekommt. Anna bekommt 9 Euro umgerechnet. Inzwischen hat sie drei verschiedene Jobs, um ihre Familie durchzubringen.
Die Schüler warten darauf, abgeholt zu werden am
Ende des Schultages
Auch für die Schule wird es schwerer, zu überleben. Nach dem heutigen Umrechnungskurs bezahlen die Eltern weniger als 1 Euro pro Monat Schulgeld. Und auch das ist für einige schwer aufzubringen bei der rasenden Inflation. Dennoch hat die Schule 750 SchülerInnen. Von anderen teureren Privatschulen sind Kinder gekommen, weil hier das Schulgeld günstiger ist und die Kirche keinen Gewinn mit der Schule macht. Andere Kinder mussten die Schule verlassen und zu einer schlechteren öffentlichen Schule wechseln. 
Die lutherische Kirche hat sich bewusst entschieden, dass die schule für alle offen sein soll. Deshalb gibt es ein Stipendienfonds, der von ausländischen Partnern unterstützt wird. 

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