Freitag, 22. Dezember 2017

Das Volk das im Finstern wandelt sieht ein helles Licht (Jesaja 9,2)

Schülerinnen der armenischen Bethelschule in Aleppo
Liebe Freunde des GAW, liebe Spender und Spenderinnen, liebe Partner in der weltweiten evangelischen Diaspora, liebe Schwestern und Brüder,

Ihnen/Euch allen wünschen wir von Herzen ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest!

An den unterschiedlichsten Orten dieser Welt feiern wir Weihnachten verbunden in der einen Hoffnung, dass das Kind in der Krippe unser Licht sein möge in allen Finsternissen, die uns umgeben. Weltweit sind wir in diesem Glauben verbunden und unterwegs. Je nach Umgebung und Umständen feiern wir dieses Fest mit besonderen Akzenten. Immer spielt dabei auch eine Rolle, was wir im vergangenen Jahr erlebt haben. Davon zeugen auch die unterschiedlichsten Weihnachtsgrüße, die wir in der Zentrale des GAW erhalten haben. An zweien davon möchten wir Sie, die Sie unsere Arbeit begleiten und unterstützen, stellvertretend für unsere 50 evangelischen Partnerkirchen teilhaben lassen. 

Haroutune Selimian, Pfarrer der armenisch-evangelischen Bethelgemeinde aus Aleppo und Präsident der Union Armenisch-Evangelischer Gemeinden in Syrien schreibt: „Wir wünschen euch allen ein erfülltes und gesegnetes Weihnachtsfest! Es gibt so viele Dinge für die wir Gott dankbar sind, insbesondere, dass die heftigen Kämpfe und Gefechte um Aleppo endlich aufgehört haben. Wir hoffen auf Gutes für die Zukunft! Wir hoffen, dass wir so schlimme Zeiten nie wieder erleben müssen. Und wir glauben fest daran, dass es einen Sinn hat, dass wir in Aleppo ausgeharrt haben. Der Glaube, der uns durch Trauer und Hoffnungslosigkeit getragen hat, lässt uns Gottes Liebe von einer neuen Seite sehen. Gott wird größer.“ 

Nestor P. Friedrich, Pfarrer und Präsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, schreibt: „Weihnachten erinnert uns an die Geburt eines Kindes, das vom Propheten Jesaja angekündigt wurde: ‚Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.‘ (Jes 9,5) Im Moment erleben wir in Brasilien Zeiten, die uns an die des Propheten Jesaja erinnern. Es scheint, dass uns eine Wolke des Bösen bedeckt. Wir leben nicht im Krieg, aber in unseren Städten eskaliert die offene Gewalt zwischen kriminellen Banden. Immer mehr Familien zerbrechen durch Gewalt, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung. Dialog wurde von Konfrontation verdrängt. Wir haben Angst! Ist es das, was uns bleibt? Weihnachten erinnert uns an die Geburt eines zerbrechlichen Kindes, das in einer Krippe liegt, umgeben von einfachen und armen Leuten, die sich nach besseren Tagen sehnen. Jesus – das Kind, der junge Mensch, gekreuzigt und wiederauferstanden – ist der Wunder-Rat inmitten unserer Verzweiflung. Er ist ein strahlendes Licht in der Dunkelheit unserer Angst, auch in unserem Land, auch in Brasilien. Es ist Weihnachten!“

Ja - es möge Weihnachten sein! Und das Licht dieser Welt - Jesus Christus - möge Herzen und Sinnen ergreifen, dass es ein mehr an Frieden und Liebe geben möge - sei es in Syrien, Brasilien, Kirgistan, Kuba, Griechenland, Portugal, Marokko, Polen, Spanien, Chile, Russland, Kolumbien, Rumänien, Venezuela, Frankreich, Ungarn, Litauen, Bulgarien, Estland,Ägypten, Italien... oder wo auch immer auf dieser Welt. Wir sind EINS in dem Glauben an den, der unser Heiland ist!

Bleiben Sie behütet,

Enno Haaks, Pfarrer
Generalsekretär des GAW



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