Montag, 8. Januar 2018

Die Krise in Venezuela spitzt sich zu

Anti-Maduro Graffitis in Caracas
“Für unser Straßenkinderheim in Valencia müssen wir die Lebensmittel aus Miami besorgen. Das schaffen wir immer noch irgendwie. Nur - es kostet Geld! Inzwischen wird es immer schwieriger, die Grundversorgung für unsere Kinder und Jugendlichen in dem Heim zu sichern“, schreibt der Kirchenpräsident der lutherischen Kirche Venezuelas Gerardo Hands. „1 US-Dollar ist auf dem Schwarzmarkt inzwischen für 120.000 Bol. zu bekommen. Damit kann man 1 Kg Zucker kaufen…! Ein normaler Arbeiter verdient im Durchschnitt 5 – 7 US-Dollar monatlich. Dafür kann man für 3 bis 4 Tage Essen kaufen.“ Diese Worte von Gerardo machen deutlich, wie desolat die Lage in Venezuela ist. Mit einer Kryptowährung versucht Präsident Maduro gegenzusteuern und findet die Schuld an dem Desaster im Ausland - ohne das eigene Versagen anzuerkennen. In Venezuela spitzt sich die Versorgungskrise zu. Es gibt überall Plünderungen. Soldaten sind vor Supermärkten postiert. Überall bilden sich lange Schlangen vor Supermärkten. Das Militär versucht, die Lage unter Kontrolle zu halten. Regierung und Opposition bieten sich einen Machtkampf. In dem Erdölland Venezuela gibt es sogar Versorgungsengpässe, um an Benzin und Diesel zu kommen. Trinkwasser ist zudem teurer als Benzin.
Kinder und Jugendliche des Straßenkinderheimes in Valencia
Wie lange wird es so noch weitergehen? Das fragen sich viele. Kann sich Präsident Maduro noch lange halten? Wie verhält sich das Militär? Können sie die Bevölkerung unter Kontrolle halten.
Im Kleinen zeigen sich die dramatischen Auswirkungen der Krise in Venezuela: Die kleine lutherische Kirche hat zwischen 30 und 40 % ihrer Mitglieder verloren. Insgesamt sollen mehr als 3 Millionen Venezolaner das Land verlassen haben. 
Der lutherische Kindergarten San Blas in Valencia leidet immer wieder darunter, kein Wasser zu haben. Die gesamte Infrastruktur im Land droht zusammen zu brechen.
Und für das Straßenkinderheim der lutherischen Gemeinde in Valencia heißt es, dass die Sorge um die Versorgung der Kinder und Jugendlichen ein existenzieller Überlebenskampf ist. Nur über die Kontakte von Gemeindemitgliedern aus Caracas nach Miami ist es möglich, die Versorgung einigermaßen zu sichern. Nur – darum dreht sich der tägliche Kampf um diese wichtige Arbeit.

Das GAW will die Versorgung dieses Heimes in diesem Jahr mit sichern. Gebraucht werden 10.000 Euro für das gesamte Jahr.

Helfen Sie mit! Jede Spende hilft! Stichwort "Venezeuela": http://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

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