Montag, 22. Januar 2018

Sanierung eines Pfarr- und Gemeindehauses in Welyka Palad (Ukraine)

Kirche und Pfarrhaus in Welyka Palad (Ukraine)
"Der Kirchenvorstand bedankt sich ganz herzlich bem GAW und allen Spendern für die Hilfe, die wir erhalten haben bei der Renovierung des Pfarr und Gemeindehauses in Welyka Palad," schreibt der refomrierte Pfarrer der Kirche in der Ukraine in Transkarpatien. "Eure Hilfe kam genau zur richtigen Zeit! Mit der Hilfe des GAW konnten wir Fenstern und Türen für das gesamte Gebäude kaufen. Zudem wurde die Elektrikerarbeiten damit finanziert." 
Im Projketkatalog haben wir 8.000 Euro für dieses Projekt gesammelt. 

Sanierung des Pfarr- und Gemeindehauses
Welyka Palad (ungarisch: Nagypalád) liegt nahe der ukrainisch-ungarisch-rumänischen Grenze. Kirchlich gehört die Gemeinde zum Kirchenbezirk Máramaros-Ugocsa, politisch zum Gebiet Wynohradiw. Das Dorf hat 1.750 Bewohner, 90 % von ihnen sind Ungarn und gehören der reformierten Kirche an. Die Gemeinde hatte während der sowjetischen Zeit keinen Pfarrer, da das Pfarrhaus und das Schulhaus nach 1945 verstaatlicht wurden und der Pfarrer nach Sibirien deportiert wurde. Seit 1990 ist der Religionsunterricht wieder erlaubt. Gegenwärtig nehmen 153 Kinder daran teil. Zudem gibt es Jugendbibelstunden, Kinderfreizeiten und Jugendwochen. Zusätzlich zum Chor übt in der Gemeinde auch eine kirchliche Band. 2011-13 hat die Gemeinde mit Unterstützung des Gustav-Adolf-Werk ihre neugotische Kirche renoviert.

Schon 1914 begann die Gemeinde mit dem Bau eines Pfarr- und Gemeindehauses. Aus Geldmangel wurde das Gebäude nie im geplanten Umfang fertiggestellt. Während des Sozialismus wurde das Haus verstaatlicht und erst 1993 in einem schlechten Zustand zurückerstattet. 1996 zog die Pfarrfamilie dort ein. Das Haus war weiterhin sanierungsbedürftig und zudem zu klein für die Bedürfnisse der Gemeinde. Jetzt soll eine umfangreiche Rekonstruktion und Erweiterung des alten Gebäudes erfolgen. „Wir möchten einen größeren Gemeinderaum errichten und das Dach so ausbauen, dass im Dachgeschoss weitere Zimmer Platz haben“, erläutert Pfarrer Károly Mecséry. So umfangreiche Umbauten können nicht auf einmal abgeschlossen werden. In der ersten Bauphase ist die Errichtung eines Rohbaus vorgesehen.

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