Samstag, 28. Juli 2018

Endlich: ein Sportplatz für Lucas und seine Freunde in Belo Horizonte

Fertiger Sportplatz
Lucas und seine Freunde aus Belo Horizonte/Brasilien können jetzt „ohne Angst kicken“. Endlich konnte der heiß ersehnte Sportplatz fertiggestellt werden - auch dank der Hilfe des GAW. Lucas lebt in der Favela Aglomerado da Serra am Stadtrand von Belo Horizonte. Jeden Tag gehen sie nach der Schule ins „Centro de Integração Martinho (CIM)“, in das diakonische Sozialzentrum in der Nähe der lutherischen Gemeinde. Dort können sie sicher spielen und werden pädagogisch betreut – und kicken, wie es so viele Kinder und Jugendliche in Brasilien tun. Vielleicht träumen sie dabei auch von einer Karriere als Fußballer. In den wenigsten Favelas gibt es die Chance, sicher Sport zu treiben. Die lutherische Gemeinde in Belo Horizonte hat es sich mit ihrem diakonischen Sozialzentrum zur Aufgabe gemacht, hier für Abhilfe zu sorgen. 

Mehrfach hat das GAW – auch dank der Unterstützung von CHRISMON – Gelder zur
Im Bau 
Verfügung gestellt. 

„Der Sportplatz erhöht nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der von uns verantworteten Arbeit, weil jetzt neben den thematischen, künstlerischen und kulturellen, auch vermehrt sportliche Aktivitäten möglich sind. Wir danken allen Spendern ganz herzlich, die es ermöglicht haben, dass unser Traum realisiert werden konnte!“, schreibt der verantwortliche Projektleiter Gert Müller. „Die Jugendlichen lieben den neuen Sportplatz – und sie wissen, dass sie ihn pfleglich behandeln müssen! – Auch die benachbarte Schule nutzt inzwischen den Sportplatz hin und wieder.“ 

Der Sportplatz konnte nach vielen behördlichen Schwierigkeiten von Juli 2017 bis Februar 2018 errichtet werden. Die Konstruktion des Sportlatzes war nicht einfach, weil er in eine Hanglage der Favela integriert werden musste.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Kinderheim in Šakiai/Litauen soll geschlossen werden

Zustand der Kirche nach der Rückgabe 1993
Die lutherische Gemeinde in Šakiai in Litauen sollte es eigentlich gar nicht mehr geben. In der Zeit der Sowjetunion war die Kirche umgenutzt worden: Anstatt eines Altars stand ein Basketballkorb vorne im Innenraum der Kirche. 1993 wurde die Kirche in einem sehr schlechten Zustand zurückgegeben, 1998 konnte sie mit Hilfe des Gustav-Adolf-Werks renoviert werden.

Nach der Renovierung
Die Lutheraner bilden in Litauen eine kleine Kirche mit 20.000 Mitgliedern. In ihr tun 19 Pfarrer Dienst, die meisten ehrenamtlich. Der Pfarrer der Gemeinde in Šakiai leitet neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit ein Kinderheim und bezieht darüber sein Hauptgehalt. Aufgebaut hat es die Gemeinde, unterstützt von Ehrenamtlichen aus Deutschland. Auch das GAW leistete immer wieder Hilfe. Die Kinder wohnen in Gruppen von jeweils acht Kindern nach dem Prinzip einer Großfamilie. Die meisten von ihnen sind Sozialwaisen, deren Eltern sich wegen Armut oder psychischer Probleme nicht um sie kümmern können. Häufig wurden die Kinder in ihren Familien vernachlässigt oder geschlagen. Andere Eltern arbeiten zeitweise im Ausland und lassen ihre Kinder zurück – die sogenannten „Eurowaisen“. 2014 konnte ein mit EU-Geldern gebautes zweites Haus eingeweiht werden, da der Bedarf an Plätzen immer weiter gestiegen ist.

Kirche und Kinderheim
Nun soll das Kinderheim schließen; aus rechtlichen, nicht aus finanziellen Gründen. Das litauische Parlament will alle Waisenhäuser nach EU-Standard in kleinere Wohngruppen umwandeln. Damit sollen die Waisenkinder besser in die Gesellschaft integriert werden. Pfarrer Virginijus Kelertas sagt: „Wir verstehen es nicht, warum es für die Kinder besser sein soll, in der Enge einer Hochhauswohnung in einem sozial schwierigen Viertel aufzuwachsen als bei uns in den Großfamilien in geräumigen separaten Räumen, mit Garten und Teich vor der Tür.“ Falls der Pfarrer in der strukturschwachen Gegend keine andere Arbeit findet, wird er die Gemeinde verlassen müssen.

Dienstag, 24. Juli 2018

Ein Altar für die evangelische Grundschule in Cammin / Mecklenburg

"Endlich am ersten Tag nach den Osterferien konnte für unsere evangelische Storchenschule in Cammin (Mecklenburg) der vom GAW geförderte Altar für den Andachtsraum der Schule eingeweiht werden. Wir sind dankbar für die 2.000 Euro, die wir dank der Sammlung im Projektkatalog erhalten haben!", schreibt Schulleiterin Simone Scholz. "Der Altar ist in Form eines Holzschiffes gebaut vom Holzbildhauer Felix Anders. Es gibt so viele Geschichten in Bibel, in denen ein Schiff vorkommt. Im Jahreskreis können wir darauf immer wieder Bezug nehmen bei den Andachten mit den Kindern.  Mit dem symbolträchtigen, individuellen und funktionalen Altar - durch Rollen an der Unterseite ist er beweglich -  freuen sich alle auf die Andachten. Es ist die Mitte unseres Schullebens. "

Die Gemeinde Cammin liegt 25 Kilometer von Rostock entfernt und ist von Landschaftsschutzgebieten umgeben. Das ehemalige Gutshaus in der Nähe der Kirche beherbergt seit 2003 eine Grundschule mit Erweiterungsstufe. Sie wird von den Kindern von der ersten bis zur sechsten Klasse besucht. Die Schule wird von einem Förderverein getragen und ist mit der Dorfgemeinschaft eng verbunden. Die Schulkinder organisieren die Dorfbibliothek, pflegen sie und leihen den Dorfbewohnern Bücher aus. Die computergestützte Ausleihe wurde von
Bild der Storchenschule
den Kindern im Informatikunterricht und in einem Projekt erarbeitet. Mit der evangelischen Ortsgemeinde besteht ein Kooperationsvertrag. „Darin sind gemeinsame Feiern im Kirchenjahr, Generationenprojekte und das Leben und Feiern mit der Kirche vor Ort festgehalten“, erläutert Pfarrerin Susanne Attula. „Regelmäßige Andachten und Gottesdienste prägen das Schulleben zu Festen und Feiertagen und beispielsweise zur Interkulturellen Woche im Landkreis.“ 
 
Im Schulkonzept wird festgehalten: „Der christliche Glaube soll den Kindern dabei helfen, sich in unserer pluralistischen Gesellschaft zu orientieren und ihnen Halt in guten und in schlechten Zeiten geben.“ 

Ein gelungenes Projekt, das über das Schulleben hinaus dem christlichen Glauben Raum gibt. Gut, dass wir im GAW auch solche Projekte unterstützen, die in einem weitgehend säkularisierten Umfeld stattfinden!

Donnerstag, 19. Juli 2018

Casa Valdese in Torre Pellice / Italien saniert

Casa Valdese in Torre Pellice / Italien
"Herzlichen Dank für die Solidarität, Freundschaft und Großzügigkeit! Auch dank der Hilfe des GAW konnten wir die Renovierung der Casa Valdese in Torre Pellice durchführen. Die Casa Valdese ist für unsere evangelische Minderheit mehr als nur ein Gebäude. In diesem Haus hat die Tavola Valdese ihren offiziellen Sitz, und seit über hundert Jahren tagt hier jährlich die Synode der Waldenser- und Methodistenkirche. Eure Hilfe stärkt uns, vielen Dank dafür!", schreibt Moderator Eugenio Bernardini von der italienischen Waldenserkirche.

Bei der Einweihung der Casa Valdese in Torre Pellice 1889 war auch ein Vertreter des Königs Umberto I. anwesend. Der König hatte sich sogar am Bau des Gebäudes beteiligt – ein kleiner Beitrag von hohem symbolischem Wert, wenn man an die Jahrhunderte der Verfolgung der Waldenser denkt. Ursprünglich waren im Haus neben dem Synodensaal und den Büros auch die Bibliothek, das Waldensermuseum und das Archiv untergebracht. Inzwischen sind die beiden letzten Einrichtungen umgezogen.

Das dreistöckige Gebäude der Casa Valdese musste dringend saniert werden zum Erhalt der Bausubstanz und für bessere Arbeitsbedingungen. In den Büros werden auch die Einnahmen aus der Mandatssteuer verwaltet, die 400.000 Italiener regelmäßig an die Waldenserkirche zur Unterstützung diakonischer Projekte zahlen. Die Fassade wurde zuletzt vor 40 Jahren gestrichen. Den größten finanziellen Aufwand bedeutete der Austausch der Fenster, die nun mit Isolierglas und Dichtungen versehen wurden, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Große historische und denkmalpflegerische Bedeutung haben die Fenster des Synodensaals. Sie mussten restauriert werden, genauso wie die Schiebesonnenblenden.

Im Projektkatalog 2017 hat das GAW 40 000 Euro für die Sanierung gesammelt.


Dienstag, 17. Juli 2018

GAW: Gottesdienst zum Schulbeginn 2018

Auch in diesem Jahr hat das GAW wieder einen Entwurf für einen Gottesdienst zum Schulbeginn herausgegeben. Das Motto des Gottesdienstes 2018 lautet: "Gott hält zu mir". Im Zentrum steht Psalm 91 und das Symbol des Schirmes, das in zwei Aktionen und der Predigt umgesetzt wird. Der Entwurf stammt von Pfarrerin Nicole Oehler aus Santiago de Chile.
Die Kollekte für diesen Gottesdienst erbitten wir für die Schule "Colégio Belén", die sich in einem armen Stadtviertel Santiago de Chiles befindet. Die Schule hat weder eine Turnhalle noch eine Aula. Der Sportunterricht und alle Schulversammlungen finden das ganze Jahr über draußen auf dem Sportplatz statt - der zugleich noch Pausenhof ist. Solange das Wetter gut ist, geht das. Doch oft brennt im Sommer die Sonne unbarmherzig auf den Platz, im Winter regnet es tagelang. Pfarrerin Nicole Oehler: "Unsere Kinder haben oft große Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Bewegung ist deshalb ein ganz wichtiger Baustein im Schulalltag."

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.
Den Gottesdienst (einschließlich fertiger Liedblätter) können Sie hier herunterladen oder einfach bei uns bestellen: Tel. 0341/490 62 13 oder verlag@gustav-adolf-werk.de .

 

Montag, 16. Juli 2018

Seit 25 Jahren gibt es das GAW-Pixelkreuz

Immer wieder gab es im äußeren Erscheinungsbild des GAW Veränderungen. Dazu gehörte auch das Symbol des GAW: das Pixelkreuz. Als wir vor einigen Jahren unser Logo veränderten, da war klar, dass das Pixelkruez nicht verändert wird, denn es wirkt nach wie vor identitätsstiftend. Es wurde vor 25 Jahren im Rahmen der Zusammenlegung der beiden GAW´s West und Ost neu entwickelt. Seit der Ausgabe des Gustav-Adolf-Blattes 2/1993 ist unser Pixel-Kreuz Erkennungszeichen. Es soll zugleich Zeichen der Zerstreuung der Christen, ihrer weiten Ausbreitung wie auch des Zusammenhalts sein. Damit symbolisiert es gleichzeitig die Arbeitsweise des GAW: Weltweit im Glauben miteinander verbunden!

In der folgenden Ausgabe hieß es dann: 

"Auf der letzten Umschlagseite von Heft 2/1993 des "Gustav-Adolf-Blatts" ist erstmalig das neue Logo (Signet) des neu gegründeten Gesamtwerks abgedruckt worden, das unsere Aktivitäten in Zukunft als Kennzeichen begleiten und hervorheben wird. Auch diesmal  findet es sich wieder an der gleichen Stelle. Das Kreuz aus vielen Punkten (Gemeinden) über dem Rund der Erdkugel soll Sinnbild unserer Arbeit sein und an die Vielfalt unserer bescheidenen, aber sehr zielgerichteten und zielbewußten Hilfe für Christen und Menschen überall erinnern." So heißt es im Gustav-Adolf-Blatt im 39. Jahrgang in Heft 3/1993 auf Seite 2 im Editorial. 

Mittwoch, 11. Juli 2018

Aus der GAW-Stipendiatenarbeit

Socota in Kolumbien

Die Kolumbianerin Adi Martinez war von 2015 – 2017 Stipendiatin des GAW in Leipzig. Im Frühjahr hat sie ihren Abschluss in Kolumbien in evangelischer Theologie gemacht. Jetzt arbeitet sie als Hilfspastorin in Socota. Hier liegen die Anfänge der lutherischen Missionsarbeit im Land, die in den 20er Jahren des 20 Jahrhunderts liegen. In vergangenen Reformationsjubiläumsjahr erinnerte die Lutherische Kirche Kolumbiens (IELCO) in Socota an ihre Anfänge. Nun ist Adi dort Pastorin. Sie schrieb jetzt an das GAW: "Mir geht es gut. Ich arbeite auf einem Dorf. Ich habe selten Internet und wenn, dann habe ich keine gute Verbindung. Ich arbeite als noch nicht ordinierte Pastorin für die lutherische Kirche - und zwar in der ersten lutherischen Gemeinde in Kolumbien, in Socota. Hier ist alles richtig schön und voller Natur, aber leider auch viele arme Leute."

Stipendiaten des Jahrgangs 2017/18
Und eine weitere gute Nachricht haben wir heute erhalten: Helga Sokol Falke hat ihr erstes theologisches Examen bestanden. Helga hat in der lutherischen Kirche in der Ukraine - und insbesondere in der Katharinenkirchengemeinde in Kiew mitgearbeitet. Weil es keine Chance für sie gab, in der Ukraine Pfarrerin zu werden, hat sie ihr Theologiestudieum in Halle an der Saale absolviert. Zwei Jahre lang hat sie dabei eine monatliche Unterstützung des GAW erhalten. Sie schrieb uns jetzt:  "Gott sei Dank und vielen lieben Dank an alle, die an mich gedacht haben! Ich habe mein erstes kirchliches Examen geschafft. Der lange 7-Jährige Weg hat seine Früchte gebracht. Der Weg ist noch nicht zu Ende: Vikariat und das 2. Examen stehen vor der Tür, aber erstmal: Freude!" Eine Rückkehr in die Ukraine als Theologin ist unter den derzeit extrem schwierigen kirchlichen Verhältnissen undenkbar. Helga wird jetzt erst einmal ins Vikariat in der Ev. Kirche in Mitteldeutschland gehen.

In dieser Woche reisen GAW-Stipendiaten in ihre Heimat ab. heute flog Liria nach Kolumbien zurück. Martin fährt am Samstag zurück in die Slowakei.

Zwei neue GAW-Stipendiaten sind inzwischen in Leipzig und nehmen an einem Intensivkurs Deutsch am Herder-Institut teil: Nathali aus der Evangelischen Kirche Spaniens (IEE) und Fabiano von der IECLB aus Brasilien.

So geht die Stipendiatenarbeit weiter. Sie ist ein wichtiger Baustein der Verbundenheit mit unseren Partnerkirchen weltweit.




Montag, 9. Juli 2018

"Unsere Kirche in Spa ist wieder schön und charmant! ... Auch Dank des GAW!"

Sanierung der Kirche in Spa
Kirche mit Pastorat
"Große Dankbarheit empfinden wir als evangelische Gemeinde in Spa für die erhaltenen 18.000 Euro aus dem Projektkatalog 2015! Diese wundervolle Unterstützung hat uns geholfen, unsere schöne Kirche zu sanieren!" schreibt Anne De Bremaecker aus dem Kirchenvorstand in Spa in Belgien. Insgesamt wurden 57.000 Euro benötigt. Die Gemeinde gehört zur Vereinigten Protestantischen Kirche in Belgien (VPKB). Die Kirche arbeitet in drei Sprachen - Französisch, Flämisch und Deutsch - eine Herausforderung. Aber es funktioniert, denn das Evangelium eint!

Die Stadt Spa im Westen Belgiens hat sich dank ihrer Mineralwasser-Quellen im 18. und 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Kurort entwickelt. Im Englischen wird der Ortsname Spa heute als allgemeine Bezeichnung für Heilbad verwendet. Die Entstehung der protestantischen Gemeinde in Spa im 19. Jahrhundert hing ebenfalls mit der seelsorgerlichen Betreuung von ausländischen Kurgästen zusammen. Seit 2006 bilden die Orte Verviers, Theux und Spa gemeinsam die protestantische Gemeinde Verviers-Laoureux & Spa. Im Sommer nehmen mit Kurgästen rund 100 Menschen an den Gottesdiensten in der Kirche teil. Die Gottesdienste sind zweisprachig, französisch-niederländisch. Die meisten Gemeindeglieder sind Ruheständler. Viele sind zum Protestantismus konvertiert, während die Familien oder Partner katholisch geblieben sind. In den letzten Jahren hat sich der Gottesdienstbesuch durch den Zuzug jüngerer Erwachsener verdoppelt. 

Die protestantische Kirche gehört zum geschützten Teil des Stadtzentrums. Sie wurde
1876 im englischen Baustil errichtet und ist relativ klein. Mit Ausnahme der Sommermonate trifft sich die Gemeinde in der Winterkirche, die zwischen dem Eingang und dem Kirchsaal eingerichtet worden ist. 2012 begann die Gemeinde mit der dringend notwendigen Renovierung der Kirche und des seit einem Jahrzehnt nicht benutzten Pfarrhauses. Inzwischen ist das Pfarrhaus dank privater Spenden renoviert und vermietet. 
Die restaurierte Kirche wurde Ende wieder 2015 eingeweiht . Eine Gedenktafel wurde von Pf. Ulrike Veermann, Vorsitzende des  GAW-Rheinland enthüllt. Diese Gedenktafel dankt dem GAW und anderen Freunden.

Ein Artikel in Wikipedia beschreibt die Geschichte der protestantischen Gemeinschaft von Spa
sowie die Architektur der Kirche (https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89glise_protestante_de_Spa ). 

"Unsere Kirche ist nun wieder schön, wirklich charmant! Dank des GAW! In Spa werdet ihr vom GAW immer willkommen sein. In Spa seid Ihr zu Hause. Der HERR hat unsere Gemeinschaft gesegnet, indem er uns einen großzügige und treue Spender geschickt hat, der sich um die protestantische Minderheit kümmert. Möge der HERR euch alle hunterfach segnen. Wir freuen uns, Euch in Spa eines Tages zu sehen!" Mit diesen Worten endet der Dankbrief  von Anne de Bremaecker aus Spa.

Freitag, 6. Juli 2018

Bildung und Fußball-WM in Brasilien - Das GAW unterstützt Ivoti

Links Schuldirektor Everton Augustin mit GS Pfr. Enno Haaks
Im kommenden Jahr wird das Instituto Superior de Educação Ivoti 110 Jahre alt. Das GAW unterstützt diese Schule und die Pädagogische Hochschule IFPLA im Süden Brasiliens seit Jahren durch ein Schulstipendienprogramm und den jährlichen IFPLA-Kurs in Deutschland. Schuldirektors Everton Augustin berichtetem beim Besuch im GAW in Leipzig von der Bedeutung der Unterstützung für etliche Schüler*innen - gerade in der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Lage. "Die Menschen müssen sich um ihre existentiellen Grundbedürfnisse kümmern. Die Fußball-WM wird deshalb auch nicht so intensiv verfolgt. Die Menschen haben andere Sorgen!" Er berichtet z.B. von Jessica: Ihre Eltern sind Bauern, die mit Ernteausfällen zu kämpfen hatten. So konnten sie ihr nicht, das Studium am IFPLA-Institut zu finanzieren. Sie will aber Lehrerin werden. Dieses Institut ist für die lutherische Kirche sehr wichtig, um Lehrerinnen und Lehrer für die ca. 55 lutherischen Schulen auszubilden.
Viele Schülerinnen und Schüler in Brasilien können nur mit finanzieller Beihilfe eine Ausbildung machen. Die derzeitige wirtschaftliche Situation Brasiliens hat zu Teuerungen geführt, die gerade Studenten armer Eltern besonders hart treffen. Für sie sind die Stipendien die einzige Chance, überhaupt Lehrerin oder Lehrer werden zu können.

In Ivoti besuchen 110 Kinder den Kindergarten, 810 Schüler*innen die Schule und 300 Studenten die Pädagogische Hochschule auf dem 6 ha großen Bildungscampus. Das Bildungsniveau ist hoch. Die Schule bemüht sich, Kinder zu fördern, die aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen kommen. Alleine schafft die Schule das nicht. dafür dient der Schulstipendienfonds, den das GAW jährlich unterstützt.

Das monatliche Schulgeld mit Verpflegung beträgt ca. 250 Euro. Wenn man bedenkt, dass der Mindestlohn ca. 320 Euro beträgt und Schüler*innen aus solchen Familien kommen, dann weiß man, wie notwendig Stipendien hier sind.

Die Schule hat einen Film über ihre Arbeit erstellt. Hier kann man ihn anschauen:   

Donnerstag, 5. Juli 2018

Diaspora ist die Wirklichkeit, mit der Gott uns umgibt

Kirchbau in der bolivianischen evangelischen Diaspora
"Ist die Diaspora letztlich doch eine bedrückende Gegebenheit für den Glaubenden? Nein, denn das Bewusstmachen der auch vorhandenen Stärken der Diaspora führt oft zu einem Wandel. Ein Selbstbewusstsein entsteht, dass man auch in einer solchen Gegebenheit als Christ gut leben kann. Die Diaspora ist die Wirklichkeit, mit der Gott uns umgibt und in der wir unseren Glauben mit allen Stärken und Herausforderungen leben dürfen. Diese Bejahung des Ist-Zustandes verändert die Stimmungslage. Diese positive Stimmung ist es auch, die Glaube und Kirche für menschen wieder interessant macht und Neugier weckt. Sie ist zumindest attraktiver als die vielerorts um sich greifende eher resignative Stimmung des Weniger-Werdens. Vielleicht ist diese aufkeimende Erfahrung der Diaspora ein zukunftsweisender Beitrag für Kirche insgesamt." Das schreibt der katholische Propst Gregor Giele im Jahresbericht des Bonifatiuswerkes zu seinen Diasporaerfahrungen. Diaspora ist eben auch Segen! Wir sind Diaspora und haben eine Mission - von Gottes Liebe zu sprechen und zu leben, und dass davon eine missionarische Kraft entsteht.